Weltrekordversuch in Herrenberg
: Größtes lebendiges Windrad der Welt

Windkraft-Initiativen aus der Region wollen Ende Juni Hunderte Menschen zu einem Windrad zusammenstellen, das sich dann bewegt.
Von
Sabine Lohr
Tübingen/Herrenberg
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lebendiges Windrad Wien

So sah das lebendige Windrad in Wien aus. 260 Menschen nahmen teil. Diesen Rekord wollen Windkraft-Initiativen aus der Region brechen.

IG Windkraft
Windkraft-Initiativen planen am Sonntag, 29. Juni, einen Weltrekordversuch in Herrenberg. Ziel ist das größte lebendige Windrad der Welt, bestehend aus mehreren hundert Menschen. Der bestehende Rekord liegt bei 260 Personen, aufgestellt in Wien. Die Aktion soll für Windkraft als saubere Energie werben und lokale Betreibermodelle fördern. Start ist 15 Uhr mit Familien- und Kulturprogramm.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einen Weltrekordversuch unternehmen mehrere Windkraft-Initiativen am Sonntag, 29. Juni auf der Festwiese in Herrenberg: Sie wollen mit mehreren hundert Menschen ein lebendiges Windrad bauen. Dafür stellen sich die Teilnehmer in Form einer Windkraftanlage auf und gehen synchron, sodass sich die von Menschen gebildeten Rotoren drehen. Mit dabei sind neben der Inititiative Pro Windrad Neckar-Alb und der Energiegenossenschaft erneuerbare Energien Rottenburg auch Rückenwind Herrenberg, Windkraft Böblingen, Pro Wind Sulz und die Teckwerke Bürgerenergie Genossenschaft.

Rekordhalter ist die österreichische IG Windkraft, die 2017 über 260 Menschen zu einem lebendigen Windrad auf dem Wiener Heldenplatz zusammenführte.

Ein Zeichen für Windkraft

Ziel der Aktion: „Mit dem lebendigen Windrad wollen wir nicht nur ein Zeichen setzen für Windkraft als saubere und günstige Zukunftsenergie. Wir werben vor allem für Betreibermodelle, bei denen Bürgerinnen und Bürger vor Ort auch direkt von den Einnahmen profitieren können“, erklärt Klaus Weingärtner von der Bürgerinitiative Rückenwind Herrenberg in einer Pressemitteilung.

Im Fall von Herrenberg soll dies über einen Betreiber erfolgen, der selbst als Energiegenossenschaft organisiert ist. „Diese Genossenschaft mit 40.000 Mitgliedern betreibt schon über 400 Windräder. Herrenberger Bürgerinnen und Bürger können dort ebenfalls Genossenschaftsanteile zeichnen, erhalten jährliche Dividende und können Ökostrom zum ermäßigten Preis beziehen“, so Weingärtner.

Ein weiteres Modell gibt es z.B. in Rottenburg: „Hier errichten die örtlichen Stadtwerke zusammen mit einem erfahrenen Projektierer einen Windpark. Unsere Genossenschaft wird sich an der Betreibergesellschaft beteiligen, so dass auch hier Bürger mit Anteilen zwischen 1000 und 25.000 Euro von den Erlösen des Windparks profitieren. Hinzu kommt eine Beteiligung an zahlreichen PV-Anlagen auf kommunalen Gebäuden“, erläutert Ulrich Bittner von der erneuerbaren Energien Rottenburg eG.

Mit dem Rekordversuch, der um 15 Uhr beginnt, ist ein Familien- und Kulturprogramm geplant. Weitere Infos gibt es auf www.rueckenwind-herrenberg.de/groesstes-lebendiges-windrad-der-welt