Weihnachtsspendenaktion
: TAGBLATT-Spendenaktion hilft vier Projekten

Gleich vier Projekte wurden bei der Weihnachtsspendenaktion des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs unterstützt – dafür spendeten die TAGBLATT-Leserinnen und Leser diesmal 108.452 Euro.
Von
Lisa Maria Sporrer
Tübingen
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Kinderklinik Uniklinikum Tübingen Weihnachtsspendenaktion

In der Tübinger Kinderklinik soll kleinen Patienten bei der Behandlung die Angst genommen werden.

Karoline Niethammer/Hilfe für kranke Kinder
  • TAGBLATT-Spendenaktion unterstützt vier Projekte mit insgesamt 108.452 Euro.
  • 60.000 Euro für das Projekt „Zauberformel gegen Angst“ in der Tübinger Kinderklinik.
  • 17.967,50 Euro für Defibrillatoren im Landkreis.
  • 15.577 Euro für das Seniorenmobil in Tübingen.
  • Unterstützung für inklusives „Café frieDa“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vielleicht könnte der städtische Etat für die Buchgeschenke, die Altersjubilare in Tübingen bekommen, umgewidmet werden für das Seniorenmobil, schlug Gundi Reichenmiller, die Co-Vorsitzende des Stadtseniorenrats vor. Denn: Vielleicht könnten ältere Menschen Fahrten im Stadtgebiet einfach besser gebrauchen als ein Buch. Das Problem an dieser Idee ist nur: die 19.000 Euro, die dafür vorgesehen waren, wurden in den aktuellen Haushaltsverhandlungen erst jüngst gestrichen. Wie so vieles. Und in die Haushaltsverhandlungen hatte es das Seniorenmobil, ein Modellprojekt des Stadtseniorenrats, erst gar nicht geschafft, weil es erst im Mai 2024 startete. So steht es jetzt ohne Grundfinanzierung da.

Vielen Initiativen und Projekten geht es gerade gleich: Es fehlt das Geld. Deshalb wurden bei der Weihnachtsspendenaktion des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs gleich vier Projekte unterstützt: ein Projekt gegen Angst in der Kinderklinik, für Defibrillatoren im gesamten Landkreis, für das Seniorenmobil und für das „Café FrieDa“. 108.452 Euro spendeten die TAGBLATT-Leserinnen und Leser für die vier Projekte.

Beeindruckt von der Spendenbereitschaft

60.000 Euro gehen an das Projekt „Zauberformel gegen Angst“, das über die Stiftung Hilfe für kranke Kinder in der Tübinger Kinderklinik läuft. Stiftungsvorstand Thomas Hassel ist dankbar: „Wir freuen uns sehr über die wunderbare Unterstützung und möchten uns bei allen Leserinnen und Lesern des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs herzlich bedanken. Mit ihrer Hilfe ist ein wichtiger Finanzierungsbaustein geschafft und wir können das zukunftsweisende Projekt Zauberformel gegen Angst in der Uni-Kinderklinik Tübingen einen großen Schritt voranbringen.“

17.967,50 Euro bekommt das Projekt des Deutschen Roten Kreuzes und des Uniklinikums, das den  gesamten Landkreis mit Defibrillatoren ausstatten will, damit die Ersthelfer der „Region der Lebensretter“ auch tatsächlich Gerätschaft haben, um bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand einen gezielten Elektroschock setzen zu können. Und von den derzeit etwa 200 registrierten Defibrillatoren im Landkreis sind eben nur lediglich 30 rund um die Uhr zugänglich. Martin Gneiting, DRK-Kreisgeschäftsführer, freut sich sehr über die Spendenbereitschaft: „Besonders in der aktuellen Situation sind wir dankbar, dass Menschen noch spenden.“

Darüber freut sich auch die ehemalige Verlegerin des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs, Elisabeth Frate, die nach wie vor die Weihnachtsspendenaktion koordiniert: „Ich bin beeindruckt, dass trotz der schweren finanziellen Lage, in der sich momentan viele Menschen befinden, so viel Geld zusammengekommen ist. Die Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser hat mich schon immer beeindruckt. Ich bedanke mich bei allen, die zu diesem tollen Ergebnis beigetragen haben.“

Jetzt werden Unternehmen angefragt

Für das dritte Projekt, für das Seniorenmobil, kamen 15.577 Euro zusammen. „Wir hatten zwar gehofft, dass etwa 20 bis 25.000 Euro zusammenkommen, damit das Projekt bis Ende des Jahres weiterlaufen kann, aber es ist natürlich trotzdem wunderbar für uns, dass uns so viele Menschen unterstützt haben“, sagt Gundi Reichenmiller. Dadurch könne das Projekt, bei dem mobilitätseingeschränkte Nutzer ab 65 Jahren vergünstigt für 6 Euro beziehungsweise mit Kreisbonuscard für 3 Euro pro Fahrt im Stadtgebiet unterwegs sein können, auf jeden Fall noch vier Monate länger laufen. „Bis April reichen noch unsere Gelder vom Stadtseniorenrat. Danach werden wir die Spendengelder nutzen“, so Reichenmiller. Vielleicht finde sich ja ein Privatspender oder ein Unternehmen, dass das Projekt weiter unterstützt.

Darauf setzt auch die Lebenshilfe für ihr Projekt „Café frieDa“. „Ein herzliches Dankeschön an alle Spenderinnen und Spender der TAGBLATT-Aktion! Ihre Unterstützung ermöglicht es uns, das inklusive „Café frieDa“ weiterzuführen und gibt uns Hoffnung, im Laufe des Jahres weitere Förderer zu gewinnen“, sagt Ralf Kümper, Vorstand der Lebenshilfe Tübingen. Besonders freue man sich bei der Lebenshilfe über die wachsende Aufmerksamkeit, die das Café in den letzten Wochen erhalten habe. „Dies hilft uns, den Gedanken der Inklusion noch stärker in die Gesellschaft zu tragen“, sagt Kümper.

Spendenergebnisse der vergangenen Jahre

Im vergangenen Jahr spendeten die TAGBLATT-Leserinnen und Leser ein Zirkushaus und ein soziales Kaufhaus 90.000 Euro. Den höchsten Spendeneingang überhaupt verzeichnete das SCHWÄBISCHE TAGBLATT im Spendenjahr 2020/2021: 389.722 Euro kamen damals für Schnelltests am Arztmobil, für die Palliativstation des Uniklinikums und für Kunst und Kultur zusammen. Schon einmal, 2015/16, war die Spendenbereitschaft außergewöhnlich hoch: Seinerzeit kamen für ein Arztmobil und die Palliativ-Medizin am Paul-Lechler-Krankenhaus 326.325 Euro zusammen.