Vor Kontrolle geflüchtet
: Verfolgungsjagd mit E-Scooter

Ein 20-Jähriger fuhr in Tübingen auf seinem E-Scooter einer Polizeikontrolle davon – und geradewegs anderen Polizisten in die Arme. Was die Beamten dann bei ihm fanden, führte sogar zu einer Wohnungsdurchsuchung.
Von
red
Tübingen
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E-Scooter: ARCHIV - 16.05.2019, Berlin: Ein Mann fährt mit einem E-Scooter auf der Straße. (zu dpa: «Fast zeitgleich: Zwei E-Scooter-Unfälle mit Schwerverletzten») Foto: Christoph Soeder/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Ein 20-Jähriger E-Scooter-Fahrer leistete sich gleich mehrere Vergehen.

Christoph Soeder/dpa
  • Tübingen: Ein 20-Jähriger flüchtete auf einem E-Scooter vor einer Zivilstreife.
  • Er fuhr ohne Kennzeichen und mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit – der Wagen verlor ihn.
  • Zwei joggende Polizisten stoppten ihn. Gefunden wurden Pfefferspray-Pistole und Drogen.
  • Der Roller war technisch verändert und nicht versichert, eine Fahrerlaubnis fehlte.
  • Richter ordnete eine Wohnungsdurchsuchung an, ein weiterer veränderter E-Scooter wurde sichergestellt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gegen einen 20-Jährigen, der am Dienstagvormittag einer Zivilstreife in der Tübinger Wilhelm-Keil-Straße aufgefallen ist, ermittelt jetzt die Verkehrspolizei. „Der Heranwachsende war dort gegen zehn Uhr auf seinem E-Scooter mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit unterwegs“, wie es die Polizei in einem Pressebericht ausdrückt. „Zudem fehlte an dem Fahrzeug das erforderliche Kennzeichen.“ Beim Erkennen der Polizeibeamten ergriff der Rollerfahrer sofort die Flucht in Richtung Derendingen und über die Raichbergstraße und die Primus-Truber-Straße auf einen geschotterten Fußweg entlang der Steinach, sodass der Streifenwagen ihm nicht mehr folgen konnte.

Den anderen Polizisten in die Arme gefahren

„Allerdings rechnete der 20-Jährige nicht damit, dass dort zufälligerweise zwei Polizeibeamte anlässlich ihres Dienstsportes beim Joggen unterwegs waren.“ Nach einem Hinweis der Zivilstreife konnten diese den Fahrer antreffen und vorübergehend festnehmen. Dabei wurden bei ihm neben einer Pfefferspray-Pistole auch Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt. Wie sich herausstellte, war sein E-Scooter technisch verändert und nicht versichert. Und nicht nur das: „Eine erforderliche Fahrerlaubnis konnte er ebenfalls nicht vorweisen, zudem bestand der Verdacht auf einen vorangegangenen Konsum von Betäubungsmitteln.“

Der E-Scooter, dessen Eigentumsverhältnisse Gegenstand weiterer polizeilicher Ermittlungen ist, wurde sichergestellt. Bei einer nachfolgenden, richterlich angeordneten Durchsuchung seiner Wohnung, konnte ein weiterer, mutmaßlich technisch veränderter Elektroroller aufgefunden und sichergestellt werden. „Der junge Mann wurde nach der Durchführung der erforderlichen Maßnahmen auf freien Fuß gesetzt und sieht jetzt entsprechenden Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft entgegen.“