Von Ellwangen nach Tübingen: Andreas Holzwarth ist neuer Landgerichtspräsident

Der neue Präsident des Landgerichts Tübingen Andreas Holzwarth mit der baden-württembergischen Justizministerin Marion Gentges.
Justizministerium Baden-Württemberg- Andreas Holzwarth ist neuer Präsident des Landgerichts Tübingen.
- Vorgänger Reiner Frey ging 2024 wegen eines Augenleidens in Ruhestand.
- Holzwarth war zuvor Präsident in Ellwangen seit 2020.
- Mit 55 Jahren leitet er nun über 70 Richter in der Region Tübingen.
- Holzwarth ist Experte im Familienrecht, studierte und promovierte in Tübingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Neue an der Spitze des Tübinger Landgerichtsbezirks bringt schon Erfahrung als Präsident mit: Andreas Holzwarth hatte diesen Posten seit 2020 am Landgericht in Ellwangen. Am Dienstag, 14. Januar 2025, bekam er von Justizministerin Marion Gentges (CDU) seine Versetzungsurkunde und wechselte offiziell von der Jagst an den Neckar. Holzwarth hat nun die Aufsicht über mehr als 70 Richterinnen und Richter des Landgerichts und an den sieben Amtsgerichten in den Landkreisen Tübingen, Reutlingen und Calw.
Der 55-jährige Holzwarth tritt die Nachfolge von Reiner Frey an, der 15 Jahre Präsident in Tübingen war und vergangenes Jahr wegen eines Augenleidens früher in Ruhestand ging. Erneut hat damit ein Jurist das höchste Justizamt der Region inne, der kein ausgewiesener Strafrechtler ist: Während Frey ein Herz für das Zivilrecht hatte, ist Holzwarth ein Experte im Familienrecht: Er ist Mitautor eines renommierten Kommentars zum Thema sowie eines Handbuchs zum Scheidungsrecht.
Lange Karriere in der Justiz
Holzwarth studierte in Tübingen, wo er 1997 über "Das Recht auf ungestörte Familienplanung als Konkretisierung des zivilrechtlichen allgemeinen Persönlichkeitsrechts" seine Doktorarbeit schrieb. Seine Justizlaufbahn begann er in Thüringen, wechselte aber 2000 ans Amtsgericht Schorndorf. Nach weiteren Stationen in der Region wurde er 2003 Staatsanwalt in Stuttgart, nach einem Jahr dann Richter. Er sammelte Erfahrungen als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesgerichtshof, später wechselte er ans Oberlandesgericht Stuttgart und leitete das Amtsgericht Stuttgart-Bad Cannstatt. Nach drei Jahren im Haushaltsreferats des Justizministeriums wurde er dann Präsident in Ellwangen. Die Ministerin ist voll des Lobes: Holzwarth sei ein „ausgezeichneter und hoch qualifizierter Jurist“ und ein „Verwaltungsprofi im besten Sinne“.

