Viele Blechschäden, wenige Verletzte: Polizeipräsidium Reutlingen meldet rund 100 Schnee-Unfälle

Das Winterwetter brachte in der Region unterschiedlich viel Schnee – und damit auch Arbeit für die Polizei.
Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild- Schneechaos in Baden-Württemberg: 100 Unfälle von Sonntagabend bis Montagmorgen gemeldet.
- Besonders betroffen: Kreis Esslingen, hoher Sachschaden von über 500.000 Euro, meist Blechschäden.
- Zwei Verletzte bei Lkw-Unfall auf der B297, weitere Unfälle auf der Aichtalbrücke und in Wannweil.
- Polizei hatte Schwierigkeiten, Unfallstellen zu erreichen, Abschleppdienste im Dauereinsatz.
- Lage entspannte sich nach 9 Uhr durch steigende Temperaturen und geräumte Straßen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In der Nacht von Sonntag auf Montag schneite es in Baden-Württemberg: Die Straßenmeistereien hatten – je nach Gegend – unterschiedlich viel zu tun. Das Polizeipräsidium Reutlingen meldet für die Zeit von Sonntag, 17 Uhr, bis Montag, 9 Uhr, etwas mehr als 100 witterungsbedingte Unfälle in den Landkreisen Esslingen, Tübingen, Reutlingen und dem Zollernalbkreis.
In den meisten Fällen blieb es bei Blechschaden, der sich jedoch nach einer ersten Schätzung der Polizei auf weit mehr als 500.000 Euro beläuft. 17 Autos blieben liegen oder rutschten ohne Sachschaden in den Graben. Die Polizei, die nach eigenen Angaben teils selbst Probleme hatte, die Havarierten zu erreichen, sicherte die Fahrzeuge ab und rief den Abschleppdienst.
Besonders viele Unfälle im Kreis Esslingen
Besonders hart traf der Winter den Kreis Esslingen: „So viel Schnee gab es auf den Fildern lange nicht mehr“, sagte Polizeisprecher Michael Schaal. Die Räumdienste seien zwar überall unterwegs gewesen, „sie haben ihr Möglichstes getan“, stellt Schaal fest. Trotzdem waren die Straßen oft sehr glatt – und manche Autofahrer dafür noch zu schnell unterwegs.
Kurz nach 6 Uhr rutschte auf der abschüssigen B297 zwischen Nürtingen-Reudern und Kirchheim ein Lastwagen in den Gegenverkehr und stieß mit einem Auto zusammen. Der Rettungsdienst brachte beide Fahrer in eine Klinik. Auf der Aichtalbrücke geriet gegen 6.40 Uhr ein VW-Golf ins Schleudern. Der Wagen krachte gegen die Mittel- und die Leitplanke. Der Fahrer kam leicht verletzt ins Krankenhaus.
In den Landkreisen Reutlingen, Tübingen und dem Zollernalbkreis dagegen hatte die Polizei deutlich weniger zu tun als im Kreis Esslingen. Genaue Unfallzahlen für die einzelnen Gebiete konnte Schaal nicht nennen. Verletzte gab es nur in Wannweil (Landkreis Reutlingen): Dort wurden am Sonntagabend gegen 22.20 Uhr zwei Frauen leicht verletzt. Eine 20-Jährige war auf der Hauptstraße mit ihrem Seat für die Wetterverhältnisse zu schnell unterwegs, so die Polizei. Das Heck ihres Fahrzeugs brach auf der schneebedeckten Fahrbahn aus, ihr Wagen prallte gegen den entgegenkommenden Volvo einer 58-Jährigen. Die Volvo-Fahrerin sowie ihre 24-jährige Beifahrerin wurden leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden.
Nach 9 Uhr entspannte sich die Situation am Montagmorgen dann laut Polizeiangaben im gesamten Präsidiumsgebiet merklich: Die Straßen waren geräumt, die Temperatur stieg, der Schnee schmolz, der Verkehr floss normal.

