Versammlungen am Protesttag: „Klinikaufstand“ am Donnerstag – auch in Tübingen

Die Gewerkschaft Verdi ruft zum Klinikprotesttag auf (Symbolbild).
dpa- Bundesweiter Klinikprotesttag „Klinikaufstand“: Verdi meldet viele Versammlungen und Aktionen.
- In Tübingen ist von 14 bis 15 Uhr eine Versammlung im Crona-Hörsaal angekündigt.
- Anlass ist der Gesetzentwurf zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung.
- Verdi und Klinikträger warnen vor weniger Personal und mehr Belastung für Beschäftigte.
- Verdi nennt für Baden-Württemberg mindestens 600 Millionen Euro weniger pro Jahr als Risiko.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Zahlreiche Versammlungen und Kundgebungen im Rahmen eines bundesweiten Klinikprotesttags sind für Donnerstag, 28. Mai 2026, geplant. Auch in Baden-Württemberg und unter anderem auch in Tübingen von 14 bis 15 Uhr im Crona-Hörsaal. Das teilte die Gewerkschaft Verdi mit.
Unter dem Motto „Klinikaufstand“ sind am Donnerstag außerordentliche Betriebs- und Personalversammlungen sowie Mitarbeitenden-Versammlungen geplant. Teilweise auch öffentlich. Außerdem gibt es an vielen Orten Aktionen, zu denen auch Bundestagsabgeordnete eingeladen wurden. Kundgebungen und Aktionen sind mittags unter anderem in Tübingen und in Albstadt.
Die Beschäftigten, Betriebs- und Personalräte, Mitarbeitendenvertretungen, die Gewerkschaft Verdi, aber auch die Klinikträger befürchten deutliche Verschlechterungen und Personalabbau durch den von der Bundesregierung vorgelegten Gesetzentwurf zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung, so Verdi in der Pressemitteilung. Allein in Baden-Württemberg würden die Kliniken mit mindestens 600 Millionen Euro weniger pro Jahr rechnen.
„Ein ausdrücklich beabsichtigtes Ziel der GKV-Reform ist, Personalkosten in den Kliniken erheblich zu reduzieren. Jahr für Jahr Hunderte Millionen Euro weniger für die Kliniken im Land heißt: weniger Personal und mehr Belastung für die Beschäftigten, heißt Absenken von Arbeitsstandards und Druck auf die Tarifautonomie“, wird Jakob Becker, der Verdi-Landesfachbereichsleiter Gesundheit und Soziales zitiert. Das Beispiel der Unikliniken, die diese Woche tarifliche Schutzbestimmungen für Kolleginnen und Kollegen aufgekündigt haben, dürfe nicht Schule machen.
Am Klinikprotesttag wollen sich Beschäftigte und Klinikarbeitgeber zusammen gegen diese Reform wehren, heißt es in der Mitteilung. Es gehe um den Erhalt einer guten Krankenhausversorgung für die Menschen im Land, „eine Pflichtaufgabe der Landespolitik“. Deshalb sei auch die Landesregierung gefordert, wenn etliche Kliniken im Land durch die Reform gefährdet sind.
