Verkehrschaos in Tübingen: Stau und großer Polizeieinsatz – am Ende erschießt Jäger entlaufene Kuh

Die Bundesstraße zwischen Tübingen und Reutlingen: Gesperrt wegen einer entlaufenen Kuh.
Eike Freese- Massive Staus in Tübingen wegen entlaufener Kuh auf der B28.
- Straße zwischen Tübingen und Abfahrt Kusterdingen in beide Richtungen gesperrt.
- Polizei sperrte Straße um 16.45 Uhr nach Notruf; Kuh gegen 17.15 Uhr vorläufig gesichert.
- Verkehr betroffen: Schlossbergtunnel, Hegelstraße, B27 und B28 Richtung Reutlingen.
- Halter wird gesucht, Kuh kann wegen Zaun nicht einfach von der Straße geführt werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am späten Dienstagnachmittag brauchten vor allem Berufspendler viel Geduld: Wegen eines entlaufenen Rinds gab es stundenlang Verkehrschaos. Die Autos stauten sich zeitweise vom südlichen Portal des Schlossbergtunnels über die Hegelstraße und die Reutlinger Straße bis zum Ortsausgang in Richtung Reutlingen. Auch die B27 Richtung Süden war betroffen, ebenso Richtung Stuttgart bis zur Abfahrt Kirchentellinsfurt. Und auch Pendler von Reutlingen Richtung Westen standen lange im Stau.
Verursacht hat das Verkehrschaos eine ausgebüxte Kuh. Wie die Polizei auf Anfrage erklärte, ging gegen 16.45 Uhr per Notruf die Meldung ein, dass das Tier auf der B28 am Burgholz bergabwärts Richtung Tübingen unterwegs sei. Daraufhin sperrte die Polizei die Bundesstraße vorsorglich in beide Richtungen.
Eine erste Meldung, die Beamten hätten die Kuh festsetzen können, stellte sich als falsch heraus. Auch der zwischenzeitlich informierte Halter konnte sie nicht einfangen. Die Polizei sperrte deshalb immer wieder abschnittsweise die Bundesstraße und ließ den Verkehr nach Möglichkeit über die Ausfahrten abfließen. Zwischenzeitlich waren neun Streifen im Einsatz. Allerdings erschwerte die einsetzende Dunkelheit die Arbeit der Beamten, so der Polizeiführer vom Dienst: „Die Sichtverhältnisse sind schlecht, die Kuh verändert immer wieder ihren Standort.“ Mehrfach verloren die Polizisten das Tier aus den Augen, das aber immer wieder zur Bundesstraße zurückkehrte. Darum wurde ein Polizeihubschrauber angefordert.
Schließlich entfernte sich das Rind von der Bundesstraße, ließ sich aber immer noch nicht unter Kontrolle bringen. Daraufhin entschloss sich die Polizei mit Zustimmung des Besitzers dazu, zum letzten Mittel zu greifen: Der Hubschrauber leuchtete, ein Jäger „schoss“, die Kuh starb etwa 100 Meter von der B28 entfernt an einem Feldweg zwischen den Abfahrten Jettenburg und der zum Gewerbegebiet Mark West.


