Universitätsklinikum: Ein neues Zentrum für digitale Gesundheitsforschung in Tübingen

Soziale Robotik in der medizinischen Lehre: „Misty II“ kann beispielsweise Gruppenarbeitsprozesse unterstützen und Dank seiner Anbindung an LLMs in der Erarbeitung von Inhalten für mehr Interaktionen sorgen.
Universitätsklinikum Tübingen- Universitätsklinikum Tübingen eröffnet das Center for Digital Health (CDH) als Forschungsanlaufstelle.
- Fokus auf datengetriebene Forschung, KI, soziale Robotik und digitale Innovationen.
- Projekte wie „Clinical Data Lake“ und „eyewire II“ ermöglichen neue medizinische Ansätze.
- CDH fördert interdisziplinäre Arbeit und die Nutzung großer Gesundheitsdatensätze.
- Ziel: Digitalisierung für Forschung, Lehre und Patientenversorgung effizient einsetzen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Universitätsklinikum Tübingen gibt es nun eine zentrale Anlaufstelle für digitale Gesundheitsforschung: das Center for Digital Health (CDH). „Das neue Zentrum bündelt Expertise aus Medizin- und Bioinformatik, Data Science und Maschinellem Lernen und bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Standort gezielte Beratung und Unterstützung“, heißt es in einer Pressemitteilung des Uniklinikums. Bei der Eröffnung am 16. Dezember betonte Prof. Jens Maschmann, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Tübingen, die Bedeutung der Digitalisierung für die zukünftige Leistungsfähigkeit der Universitätsmedizin. Digitalisierung sei kein Selbstzweck, sondern ein entscheidender Hebel, um Innovationen schneller aus der Forschung in die Versorgung zu bringen.
Plattform für datengetriebene Forschung
Auch Prof. Konstantin Nikolaou, Prodekan für Digitalisierung und Ärztlicher Direktor der Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, unterstrich in seiner Rede die Rolle des CDH als verbindendes Element zwischen Disziplinen. Mit dem Center for Digital Health würden die Voraussetzungen geschaffen, um große Gesundheitsdaten sicher, verantwortungsvoll und effizient zu nutzen. „So können wir innovative digitale Methoden systematisch in Forschung, Lehre und klinische Anwendung überführen – immer mit dem Ziel, die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.“
Das CDH unterstützte interdisziplinäre, datengetriebene Projekte, berate bei methodischen und regulatorischen Fragen und schaffe die Infrastruktur für die Analyse großer, heterogener Gesundheitsdaten. Ein besonderer Fokus liege auf der kliniknahen Evaluation und der Übersetzung digitaler Ansätze in die Versorgung.
Bei der Eröffnung wurden mehrere Vorzeigeprojekte präsentiert. Dazu zählt der „Clinical Data Lake“, eine zentrale, pseudonymisierte Datenplattform, die klinische Daten aus unterschiedlichen Systemen zusammenführt. Sie ermöglicht grafische Analysen und das frühzeitige Erkennen von Entwicklungen im Klinikalltag. Ebenfalls vorgestellt wurde „eyewire II“, ein international beachtetes Projekt zur KI-gestützten Rekonstruktion von Netzhautgewebe auf Basis elektronenmikroskopischer Bilder – laut Nature eine „Method of the Year“. Darüber hinaus setzt das CDH auf innovative Lehrformate wie KI-gestützte Patientensimulationen, Virtual-Reality-Umgebungen und den Einsatz sozialer Robotik in der medizinischen Aus- und Weiterbildung.
Ziel des CDHs sei es, Forschung, Lehre und Krankenversorgung enger zu verzahnen und digitale Technologien verantwortungsvoll und effizient zum Nutzen der Patientinnen und Patienten einzusetzen.
