Universität Tübingen
: Studium Generale klärt die Frage: „Kann Tübingen Klima?“

Mit fünf Vorlesungsreihen startet das Studium Generale der Tübinger Uni am Dienstag, 13. Oktober, in das Wintersemester. Es geht um Klima, Provenienz, Rechtsextremismus, wertvolles Wissen und um Städte, an denen Geschichte sichtbar wird.
Von
Lisa Maria Sporrer
Tübingen
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Wassermangel, Trockenheit, aufgerissener Boden, Feld, Ernte

Die Trockenheit machte auch den Böden zu schaffen: Der Deutsche Wetterdienst meldete für Baden-Württemberg im Sommer 2026 eine Bodenfeuchte, die so niedrig war wie noch nie seit der systematischen Erfassung im Jahr 1991.

Lisa Maria Sporrer
  • Studium Generale startet mit fünf Vorlesungsreihen – Beginn am Dienstag, 13. Oktober.
  • Themen sind Klima, Provenienz, Rechtsextremismus, wertvolles Wissen und ost­europäische Städte.
  • Klima-Reihe fragt nach erreichten Zielen und Kooperation von Stadt und Uni für Zukunft.
  • Rechtsextremismus und Religionen: 13-teilige Reihe des CRCS und IRex ab 13. Oktober.
  • Alle Vorlesungen um 18.15 Uhr im Kupferbau, kostenlos und ohne Anmeldung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wie schon im Sommersemester stehen auch im Wintersemester fünf Vorlesungsreihen im Studium Generale an. Die traditionsreiche Vorlesungsreihe, die sich nicht nur an Studierende, sondern an alle Interessierten wendet, hat auch in diesem Semester wieder einiges zu bieten. Beispielsweise ein viel diskutiertes Thema: Klima. Tübinger Wissenschaftler, in Klimaschutz und Klimapolitik engagierte Menschen, sowie Experten der lokalen Stadtentwicklung werden in ihren Vorträgen erläutern, was schon erreicht wurde und wie noch besser kooperiert werden kann.

Die Vorlesungsreihen im Kurzprofil

  • „Rechtsextremismus und Religionen“ (beginnt am Dienstag, 13. Oktober, um 18.15 Uhr, Hörsaal 25)

Die geplante Ringvorlesung, gemeinschaftlich organisiert vom Center for Religion, Culture and Society (CRCS) an der Universität und dem Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex), widmet sich dem komplexen Spannungsfeld von Rechtsextremismus und Religionen. Ziel der dreizehnteiligen Veranstaltungsreihe ist es, die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen religiösen Praktiken beziehungsweise Identitäten und extrem rechten sowie nationalistischen Ideologien aus interdisziplinärer und internationaler Perspektive zu beleuchten. Insgesamt fragt die Ringvorlesung, inwieweit die aktuellen Entwicklungen die These der Instrumentalisierung von Religion in zeitgenössischen antidemokratischen Diskursen bestärken und inwieweit Religion als kulturelle Praxis von sich aus anfällig für exkludierende gruppenbezogene Diskurse sein kann.

  • „Kann Tübingen Klima? Vom Wissen und Handeln for Future“ (beginnt am Donnerstag, 15. Oktober, um 18.15 Uhr, Hörsaal 25)

In ökologischen Krisen steht nicht „die Zukunft“ infrage; es stehen aber menschen- und lebensfreundliche Verhältnisse auf dem Spiel. Um auf diese Krisen eine zukunftsfähige Antwort zu geben, braucht es entsprechendes Wissen – und ein Handeln, das diesem Wissen folgt. In der Tübinger Stadtgesellschaft, in der Stadtverwaltung und an der Universität wird solches Wissen erlangt und praktisch nutzbar. Dieses Wissen gilt es zusammenzutragen. In der Ringvorlesung fragen Tübinger Wissenschaftler und in Klimaschutz und Klimapolitik engagierte Menschen, sowie Experten der lokalen Stadtentwicklung, was schon erreicht wurde. Und vor allem: Wie die Stadt Tübingen 950 Jahre nach der Stadtgründung und die Universität Tübingen 550 Jahre nach der Universitätsgründung kooperieren können, um eine menschen- und lebensfreundliche Zukunft lokal und global wahrscheinlich zu machen.

  • „Kulturelles Erbe im Wandel: Provenienz, Restitution und gesellschaftliche Verantwortung“ (beginnt am Montag, 19. Oktober, 18.15 Uhr, Hörsaal 25)

Welche Verantwortung tragen Museen, Universitäten und andere Institutionen für die Geschichte ihrer Sammlungen? Wie können Provenienzforschung, internationale Zusammenarbeit und Restitution heute verantwortungsvoll gestaltet werden? Die interdisziplinäre Vortragsreihe beleuchtet aktuelle rechtliche, politische, archäologische und postkoloniale Perspektiven. Ausgehend von Fragen nach Eigentum, Unrecht und institutioneller Verantwortung richtet sie den Blick auf die Praxis der Provenienzforschung und auf die Zusammenarbeit mit Partnern und Herkunftsgesellschaften. Die Reihe lädt Studierende, Forschende und alle Interessierten dazu ein, über Geschichte, Gerechtigkeit und die zukünftige Verantwortung von Museen und Universitäten zu diskutieren.

Neckar-Alb-Kreis

Alles Wichtige aus dem Neckar-Alb-Kreis.

  • „Wertvolles Wissen?! Zur Vielfalt des Wissens für Nachhaltige Entwicklung“ (beginnt am Dienstag, 20. Oktober, 18.15 Uhr, Hörsaal 21)

Aus ihren Erfolgen leitet die Wissenschaft ab, dass sie besonders gutes Wissen generiert. Doch wann wird die Ansicht, über besseres oder gar überlegenes Wissen zu verfügen, problematisch? Und wann stehen Ungerechtigkeiten in der Produktion von Wissen und ein einseitiger Fokus auf bestimmte Wissensformen einer Nachhaltigen Entwicklung entgegen? Die Ringvorlesung wirft solche Fragen zur epistemischen Gerechtigkeit auf und thematisiert, inwieweit und wie Wissenschaftler, gemeinsam mit weiteren Akteuren, Analysen und Lösungen zu sozial-ökologischen Problemen erarbeiten sollten.

  • „Eastern Cityscapes. Von der Ostsee bis zum Mittelmeer“ (beginnt am Mittwoch, 21. Oktober, um 18.15 Uhr, Hörsaal 25)

Welche Spuren imperialer und sozialistischer Vergangenheit prägen heutige Stadtlandschaften – etwa in Bukarest oder Warschau? Welche Rolle füllen diese Städte als Erinnerungsorte aus? Wie verändern politische Transformationen Architektur, Infrastruktur und öffentliche Räume, und wie gehen Städte mit konflikthaften Vergangenheiten um – etwa im ukrainischen Krementschuk, dessen jüngste Geschichte den Stadtraum auf dramatische Weise geprägt hat? Wie überhaupt werden Städte vertextet und in Literatur umgewandelt? Die Vorträge stellen unterschiedliche urbane Konstellationen vor: Grenzstädte, Metropolen, regionale Zentren oder geteilte Städte und eröffnen so vergleichende Perspektiven auf Geschichte und Gegenwart des östlichen Europas.

Kostenlos und ohne Anmeldung

Im Studium Generale bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Tübingen freiwillig und neben ihren Aufgaben öffentliche Vorlesungsreihen an: montags bis donnerstags, jeweils 18:15 Uhr, im Hörsaalgebäude Kupferbau, Hölderlinstraße 5. Die Vorlesungsreihen sind kostenlos und richten sich an alle Interessierten sowie Studierende sämtlicher Fachrichtungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Detaillierte und aktuelle Informationen, etwa zu kurzfristigen Änderungen, sind unter uni-tuebingen.de/universitaet/im-dialog/studium-generale/ einsehbar.