Universität
: Studierende in Tübingen fordern eine bessere Finanzierung

Am Mittwoch versammelten sich rund 150 Studierende vor der Neuen Aula, um gegen die vom Land geplante Hochschulfinanzierung zu demonstrieren.
Von
Lisa Maria Sporrer
Tübingen
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Streik Demo Hochschulfinanzierung Universität Tübingen

Am Mittwoch demonstrierten Studierende vor der Neuen Aula gegen die Kürzungen bei der geplanten Hochschulfinanzierung.

Lisa Maria Sporrer
  • Rund 150 Studierende demonstrierten in Tübingen gegen geplante Hochschulfinanzierungskürzungen.
  • Kürzungen von 91 Mio. Euro für 2026-2030 bedrohen Lehre und Infrastruktur.
  • Uni-Rektorin Karla Pollmann unterstützt die Proteste.
  • Gemeinsame Demonstration aller baden-württembergischen Universitäten am 15. November in Stuttgart.
  • Studierende werfen "Glückscents" in einen tropfenden Brunnen als Protest.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In der Mensa Morgenstelle gibt es einen Glücksbrunnen: eine große Wanne, in der das Wasser aufgefangen wird, das durchs Dach tropft. „Studenten haben bereits angefangen, Glückscents in das Wasser hineinzuwerfen“, sagt Linus Szillat, von der Verfassten Studierendenschaft Tübingen (VS).

Am Mittwoch versammelten sich rund 150 Studierende vor der Neuen Aula, um gegen die vom Land geplante Hochschulfinanzierung zu demonstrieren. Es geht um die Grundfinanzierung für die Jahre 2026 bis 2030. Und schon im ersten Jahr will das Land bei den Hochschulen 91 Millionen Euro einsparen. Das werde die Universitäten zu harten Einschnitten zwingen, sagte Szillat.

An einer Exzellenz-Uni muss auch die Lehre exzellent sein

Ausstehende Sanierungen, Grundausstattung, aber besonders die Lehre: „Es bringt nichts, an einer Exzellenz-Universität zu studieren, wenn nicht die Lehre auch exzellent ist“, sagte Mika Brauchler für die Fachschaftenvollversammlung. Während die Uni Tübingen auf der einen Seite daran arbeitet, Fördergelder in Millionenhöhe aus der Exzellenz-Strategie von Bund und Ländern zu bekommen, kämpft sie auf der anderen Seite um ihre Grundfinanzierung vom Land.

Uni-Rektorin Karla Pollmann, die die Proteste der Studierenden unterstützt, sagte: „Wir versuchen uns dafür einzusetzen, zu einem möglichst guten Ergebnis zu kommen.“ Denn Kürzungen, an Sachmitteln wir Büchern, an Digitalisierung und an Lehrveranstaltungen wie Tutorials und Übungen, könne ja schließlich niemand Interesse haben.

Am kommenden Freitag, 15. November, wird es für die Studierenden der baden-württembergischen Universitäten eine gemeinsame Demonstration in Stuttgart geben. Sie startet um 12 Uhr am Stadtgarten nahe der Universität Stuttgart.