Umfrage in Tübingen: Die Spritpreise sind hoch – tanken Sie weniger?

Von oben links im Uhrzeigersinn: Sigrid Ban, Melanie und Severin Frank, Sonja Lossa-Zöllner und Christian Nitschke.
Elena Skoko- Umfrage in Tübingen: Reaktionen auf rasant steigende Spritpreise seit Krieg in Nahost.
- Ingenieur Christian Nietschke tankt bewusster, prüft ÖPNV und kritisiert Spritpreisbremse.
- Melanie und Severin Frank fahren selten Auto; Tempolimit oder autofreier Sonntag statt Bremse.
- Rentnerin Sonja Lossa-Zöllner: fährt Rad, befürwortet Bremse, kritisiert Preisunterschiede.
- Sigrid Ban nutzt Rad/ÖPNV; Bremse wäre nur Symptombehandlung. Preise bis zu 22-mal/Tag (2025).
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf bewussteres Tanken ist der Ingenieur Christian Nitschke (45) umgestiegen. Durch die aktuellen Preise überlegt er lieber nochmal, ob „dieser Weg nicht vermieden oder der Nahverkehr genutzt werden kann“. Eine einmalige tägliche Spritpreiserhöhung findet er „vorhersehbarer, da nicht mehr so oft gecheckt werden muss, wo es am günstigsten ist“. Von einer Spritpreisbremse ist er allerdings weniger überzeugt, da diese „nur den Markt finanzieren würde und Deutschland doch sehr akut von der Preiserhöhung betroffen ist im Vergleich zu unseren Nachbarländern“.
Anders sieht es bei der pädagogischen Fachkraft Melanie Frank (29) und dem in der IT-Branche tätigen Severin Frank (32) aus. „Es hat sich nicht viel bei uns durch die aktuellen Spritpreise geändert“, sagt Melanie Frank. „Wir fahren selten Auto, sind viel zu Fuß unterwegs oder mit dem öffentlichen Nahverkehr.“ Eine tägliche Einmalerhöhung hätte „weder auf die Preise, noch auf das Verhalten“ eine Auswirkung, glauben die beiden. Anstelle einer Spritpreisbremse schlagen die beiden ein Tempolimit oder einen autofreien Sonntag vor.
Das Tankverhalten der Rentnerin Sonja Lossa-Zöllner (66) ist gleich geblieben. Sie versucht, „das Auto so oft wie möglich stehen zu lassen“ und nimmt dann das Fahrrad. Eine Spritpreisbremse findet sie gut, da es „den Mittelstand und die Landwirte entlasten würde“. Dennoch ist sie verärgert durch die aktuelle Situation und beschreibt sie als „ungeheuerlich, da die europäischen Nachbarländer keinen extremen Preisanstieg verzeichnen“.
Sigrid Ban (50) ist von den Spritpreisen nicht betroffen, da sie nur mit dem Fahrrad und dem Nahverkehr unterwegs ist. „Selbst wenn eine Spritpreisbremse eingeführt wird, würde das verursachende Problem, der Krieg in Nahost, nicht aufhören. Das wäre nur eine Symptombehandlung.“
Wie oft ändern sich die Spritpreise täglich?
Laut einer Auswertung des Bundeskartellamts von 2025 ändern sich die Preise bis zu 22-mal am Tag. In Ballungsräumen mit vielen Tankstellen sind die Schwankungen durch den Konkurrenzkampf stärker als auf dem Land.

