Umbrisch-provenzalischer Markt in Tübingen eröffnet: OB Palmer: „Schon heute Abend wird die klassische Stimmung eintreten“

Endlich ist es soweit: Der Umbrisch-provenzalische Markt in Tübingen ist eröffnet.
Anne Faden- Umbrisch-provenzalischer Markt in Tübingen eröffnet – trotz Regen erste Besucher vor Ort.
- 80 Stände aus Provence, Umbrien und Tübingen bieten Essen, Getränke, Blumen und Seifen.
- OB Palmer erwartet abends die gewohnte Stimmung und hofft auf gute Geschäfte in der Stadt.
- Händler aus Partnerstädten Aix-en-Provence, Perugia und Tübingen vertreten; positive Erwartungen.
- Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag 10–22 Uhr, Sonntag 11–19 Uhr, Kinderfest am Samstag.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
„Es widerspricht allen Abmachungen und Traditionen, dass der Himmel bei der Eröffnung des Umbrisch-provenzalischen Marktes seine Schleusen öffnet“, kommentiert Oberbürgermeister Boris Palmer das regnerische Wetter auf dem Marktplatz. Dennoch haben sich zwischen den Ständen, an denen Essen und Getränke, Blumen, Seifen und jede Menge Leckereien angeboten werden, schon einige Besucher versammelt. Sie stehen unter Regenschirmen und unter den Markisen der Stände. Man solle sich die gute Laune vom Wetter nicht verderben lassen: „In zwei Stunden ist der Spuk vorbei“, verspricht Palmer, schon heute Abend werde die klassische Stimmung des alljährlichen Marktes eintreten.
Heidi Zehr und Helga Harter sind extra für den Markt aus Freiburg nach Tübingen gekommen und hatten sich besseres Wetter erhofft. „Wir fahren heute Abend wieder zurück und bis dahin soll es immer wieder regnen“, sagt Zehr. Von Bekannten wurde ihnen der Umbrisch-provenzalische Markt empfohlen; die beiden sind zum ersten Mal da. Abgesehen vom Regen finden sie es aber schön: „Das Essen ist sehr vielfältig und abwechslungsreich, die Stände sind toll“, findet Harter.
Schon bei der Eröffnung sind einige Besucher auf dem Markt unterwegs, schauen sich die Stände an, essen und kaufen erste Produkte. Die Stimmung unter den Besucherinnen und Besuchern ist aufgrund des Wetters noch etwas verhalten, die Standbesitzer dagegen schauen positiv auf das vor ihnen liegende Wochenende.
„Rechnen Sie nicht in Euro, sondern in Litern Benzin“
Florence Kaufmann verkauft an einem Stand auf dem Marktplatz bunte Tischdecken, Geschirrtücher und andere Stoffe. Sie und ihre Schwiegertochter Aline del Vecchio kommen aus der Tübinger Partnerstadt Aix-en-Provence, ihre Stoffe werden in Frankreich produziert. „Wir erhoffen uns gutes Wetter“, sagt die Französin. Seit 30 Jahren ist der Stand jedes Jahr in Tübingen. Kaufmann freut sich vor allem auf den Flair des Marktes und die netten Leute, die gute Stimmung mitbringen. Und sie hofft, viel zu verkaufen.
Gute Geschäfte für die Marktstände wie auch die Läden der Innenstadt wünscht sich auch Palmer: „Rechnen Sie nicht in Euro, sondern in Litern Benzin, dann ist alles ganz billig“, empfiehlt er den Besuchern. Auch Stephan Braun vom Handel- und Gewerbeverein Tübingen begrüßt zur Eröffnung: „Ohne den Verein stünden wir heute gar nicht hier.“ Dieser hatte damals die Idee für den Umbrisch-provenzalischen Markt. „Um das Angebot in der Stadt einmal im Jahr zu erweitern“, erklärt Braun. Diese Idee sei aufgegangen: Seit fast 30 Jahren gibt es den Markt schon. Die 23 Stände aus der Provence, 20 aus Umbrien und 37 aus Tübingen erstrecken sich über die Altstadt, von der Neckargasse bis zur Krummen Brücke. Dabei sind alle drei Städte, aus denen die Händler kommen – Aix-en-Provence, Perugia und Tübingen – jeweils Partnerstädte voneinander.
Nugat, Seife und eine Sonderedition Wein
Ulrike Michael und Giorgio Catarinozzi verkaufen italienischen Nugat und Cantuccini. Auch die italienische Spezialität Babà – einen Kuchen mit Rum – gibt es hier zu kaufen. „Wir hoffen, dass es voll und nett wird“, sagt Catarinozzi. Micheal freut sich vor allem darauf, Leute zu treffen, die sie aus den letzten Jahren und vom Schokomarkt kennt, wo ihr Stand auch manchmal vertreten ist. „Das Schönste am Umbrisch-provenzalischen Markt ist die gute, gelöste Stimmung. Die Leute bringen die Leichtigkeit aus dem Sommerurlaub mit“, sagt sie.
„Wir haben schon gutes französisches Essen gegessen“, erzählt Ursula Bewersdorff-Tews. Sie kommt ursprünglich aus Tübingen, wohnt inzwischen aber in Balingen, weshalb sie heute zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder auf dem Markt ist. „Jetzt ist das Wetter leider nicht so toll“, bedauert sie. Trotzdem freut sich Bewersdorff-Tews besonders auf das französische Essen, Gebäck und Getränke. Auch eine Seife will sie später noch kaufen.
„Wir hoffen, dass es so gut wie letztes Jahr wird. Da war unter den Leuten eine super Stimmung, sowohl unter Tübingern als auch Auswärtigen“, sagt Wolfgang Nagel. Gemeinsam mit Lukas Kessler verkauft er in der Marktgasse Weine und Champagner. Sogar eine Sonderedition Wein extra für den Markt haben sie. „Wir hoffen natürlich, dass der Regen gleich aufhört“, sagt Kessler, „aber dann erwartet uns wettertechnisch einer der schönsten Umbrisch-provenzalischen Märkte.“ Es solle weder zu warm noch zu kalt werden, sagt Nagel voraus. Die beiden Tübinger freuen sich vor allem auf die Abende: „Tagsüber ist es bei uns ruhig, aber abends ist hier super Stimmung und kein Durchkommen mehr“, sagt Kessler.
Der Umbrisch-provenzalische Markt
Von Donnerstag bis Samstag ist der Umbrisch-provenzalische Markt täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Auch die Tübinger Geschäfte haben am Sonntagnachmittag von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Am Samstag findet von 10 bis 16 Uhr im Innenhof des Bürgerheims zudem ein Kinderfest mit vielfältigen Angeboten wie Skateboardfahren, Kinderflohmarkt, Basteln und Märchenvorführungen statt. Auch die Strecke des Erbe-Laufs, der am Sonntag im Rahmen des umbrisch-provenzalischen Marktes stattfindet, führt unter anderem über den Markt.


