Über 91.000 Euro für Klinikneubau im Kongo: Tübinger Stadtwette frühzeitig gewonnen – Dieter Thomas Kuhn singt am Montag

Wette gewonnen (von links): Musiker Dieter Thomas Kuhn, Difäm-Direktorin Gisela Schneider und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.
STDie Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bis Sonntag, 15. Dezember, läuft noch die Stadtwette von Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, Musiker Dieter Thomas Kuhn (DTK) und Difäm-Direktorin Gisela Schneider zugunsten eines Klinikneubaus im Kongo. Das ausgerufene Ziel, bis dahin mindestens 91.000 Euro über Spenden einzusammeln, ist drei Tage früher erreicht: Bereits am Freitag zeigte das Spendenbarometer rund 93.500 Euro. Alles, was jetzt noch am Spenden eingeht, fließt in die Ausstattung des Krankenhauses und in die medizinische Versorgung von Frauen, die Opfer sexualisierter Gewalt in dem zentralafrikanischen Land wurden.
Als Dankeschön spielt DTK mit seinem Bandkollegen Philipp Feldtkeller am Montag, 16. Dezember, ab 17 Uhr einige Lieder auf dem Tübinger Marktplatz. Die drei Wettpartner Schneider, Kuhn und Palmer waren sich sicher, dass es innerhalb von fünf Wochen gelingen werde, von jedem Tübinger Einwohner und jeder Einwohnerin im Schnitt jeweils einen Euro zu sammeln – zusammen eben 91.000 Euro. Und sie haben recht behalten. „Ein ganz großes Dankeschön im Namen unserer Projektpartnerinnen und -partner im Ostkongo sowie des gesamten Difäm-Teams“ richtet Schneider an die Unterstützer der Aktion. „Ich bin beeindruckt, wie viele Menschen sich in und auch außerhalb Tübingens an der Aktion beteiligt haben. Gemeinsam haben wir Großes erreicht und Herz gezeigt“, so Palmer, der die Stadtwette am Samstag, 14. Dezember, auf dem Weihnachtsmarkt am Stand von „Difäm Weltweit" auf dem Holzmarkt weiter unterstützt.
Mit den Spenden unterstützt die Tübinger NGO „Difäm Weltweit“ den Bau einer Klinik durch eine lokale Partnerorganisation. Frauen mit Fisteln, also schweren Verletzungen nach sexualisierter Gewalt, sollen hier medizinisch versorgt werden. Sie erhalten zudem eine Physiotherapie und werden psychologisch begleitet. „Merci Tübingen“, sagt Arzt und Difäm-Partner Dr. Claude Idring’i. „Mit der neuen Klinik können wir vielen Frauen nach sexualisierter Gewalt helfen, ihnen Hoffnung schenken und ihnen ihre Würde zurückgeben.“ In der Krisenregion Ostkongo würden Frauen und Mädchen systematisch vergewaltigt im Kampf um wertvolle Rohstoffe.
„Difäm Weltweit“ fördert seit über 100 Jahren die Gesundheitsversorgung in wirtschaftlich armen Ländern und Regionen, vor allem für benachteiligte, gefährdete und bedürftige Menschen. Für den Aufbau lokaler Gesundheitsstrukturen und die nachhaltige Verbesserung der Gesundheitssituation in den Projektländern arbeitet „Difäm Weltweit“ mit christlichen Partnerorganisationen und Gesundheitsnetzwerken vor Ort zusammen. Trägerverein von „Difäm Weltweit“ ist der Verein Deutsches Institut für Ärztliche Mission, welches auch Träger der Tropenklinik Paul-Lechler-Krankenhaus und des Hospizes Tübingen ist. Das „Difäm Weltweit“ ist Mitglied im Diakonischen Werk Württemberg.
Spenden für die Ausstattung der Klinik und die medizinische Versorgung der Frauen sind weiterhin möglich, und zwar online auf www.tuebingen-wettet.de.

