Tunnelgegner in Tübingen
: Die Waldbesetzer verlassen ihr Camp

Die Aktivisten von "Schindi verhindi" wollen aber weitermachen, wenn die Planungen fortgesetzt werden sollten.
Von
Ulrich Janßen
Tübingen
Jetzt in der App anhören
Gegner des Schindhau-Basistunnels hängten ein Transparent an der Fußgängerbrücke zum Parkhaus Metropol auf.

Das Transparent hing gestern Morgen an der Fußgängerbrücke zum Parkhaus Metropol.

Jonas Bleeser
  • Tunnelgegner "Schindi verhindi" räumen ihr Camp an der B28, planen aber weiteren Widerstand.
  • Aktivisten fordern Mobilitätswende und protestieren gegen den Schindhaubasistunnel.
  • Das Baumhaus bleibt stehen, Tunneltalk soll fortgesetzt werden, wenn auch seltener.
  • Gruppe fordert Maßnahmen zur Entlastung der Südstadt wie Tempoverringerung und Fußgängerüberwege.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Zum Abschluss ihrer Waldbesetzung machten die Tunnelgegner von "Schindi verhindi" in der Nacht zum Mittwoch noch einmal auf ihr Anliegen aufmerksam. Auf einem Transparent, das sie an der Brücke zum Metropol-Parkhaus über der B 28 anbrachten, plädierten sie für eine "Mobilitätswende" und gegen den Bau des Schindhaubasistunnels.

Die etwa zehn Aktivisten, die eine Woche lang in einem improvisierten Camp beim geplanten Tunneleingang an der B28 gelebt hatten, wollen an dem Thema dran bleiben, teilten sie in einer Erklärung mit: "Die Waldbesetzung ruht, aber unser Widerstand wird nicht einschlafen."

Falls die Planungen nicht gestoppt werden sollten, würden sie auch "mit einer dauerhaften Besetzung Widerstand leisten".  Aktuell fordert die Gruppe  "Fußgängerüberwege und Pförtnerampeln sowie Tempoverringerung, um die durch die B27/28 belastete Südstadt zu entlasten".

Das Baumhaus, das sie an ihrem Camp errichtet hatten, werde vorerst nicht abgebaut. Auch am Format des "Tunneltalks", das bei vielen Menschen gut angekommen sei, wollen sie festhalten, wenn auch in verringertem Rhythmus.