Tübinger Mediendozentur: Harald Lesch fordert in Tübingen eine neue Aufklärung

Der bekannte Astrophysiker Harald Lesch übernimmt am 25. Juni die 20. Tübinger Mediendozentur.
Jörg Carstensen/dpa- Harald Lesch spricht am 25. Juni in Tübingen über „Die informierte Gesellschaft und ihre Feinde.“
- Lesch fordert eine neue Aufklärung angesichts billiger Desinformation durch KI und Deep Fakes.
- Die Mediendozentur ist eine Kooperation der Uni Tübingen und des SWR.
- Freier Eintritt ab 17 Uhr, Veranstaltung ab 18.30 Uhr im Festsaal der Uni.
- Redekontext: Krisen erfordern Kompromisse und gemeinsame Standpunkte.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Münchner Physikprofessor Harald Lesch ist bekannt dafür, komplexe wissenschaftliche und philosophische Sachverhalte verständlich und gleichzeitig lebendig zu vermitteln. Nun übernimmt der Astrophysiker und Bestsellerautor die 20. Tübinger Mediendozentur. Am 25. Juni will er in Tübingen erklären, warum er davon ausgeht, dass es „eine neue Aufklärung“ braucht.
Desinformation, so Leschs Befund, wird durch die KI-Revolution immer billiger, lässt sich leichter herstellen, effektiver verbreiten und authentischer präsentieren. Längst würden Computerprogramme in Gestalt von Social Bots auf den großen Plattformen Meinungsmehrheiten simulieren. „Autokraten entsenden Troll-Armeen, die Andersdenkende niederbrüllen, in die sozialen Netzwerke. Profi-Fälscher erstellen mithilfe moderner Medientechnologie ultrarealistisch erscheinende Audioaufnahmen und Videos, sogenannte Deep Fakes“, heißt es in der Ankündigung zu dem Vortrag von Lesch.
In der Krise Kompromisse finden
Der Weg führe in eine Gesellschaft, die von Hypes und Hysterien regiert wird, so die These der Tübinger Rede von Harald Lesch. Angesichts der verschiedenen Krisen, müssten aber Kompromisse und gemeinsame Standpunkte gefunden werden. In der aktuellen Krisensituation, so Harald Lesch, brauchen wir dringend neue Aufklärung.
Die Tübinger Mediendozentur ist eine Kooperation der Universität Tübingen, des Instituts für Medienwissenschaft und des SWR Studios Tübingen. Seit 2003 kamen für die Mediendozentur unter anderem Claus Kleber, Maybrit Illner, Giovanni di Lorenzo, Alice Schwarzer, Georg Mascolo, Doris Dörrie, Sascha Lobo, Luisa Neubauer und Juli Zeh nach Tübingen. Die thematische Einführung zur 20. Tübinger Mediendozentur, die, laut Uni, inzwischen zu den größten Veranstaltungen der Universität gehöre, übernimmt der Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen. Die anschließende Diskussion moderiert der Tübinger SWR-Studioleiter Marcel Wagner.
Wann, wo und wie
Der Eintritt zur Mediendozentur im Festsaal der Universität ist frei. Eine Platzreservierung ist nicht möglich. Die Ausgabe der Eintrittskarten erfolgt vor dem Festsaal am Mittwoch, 25. Juni ab 17 Uhr. Der Einlass startet um 17.30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr. Die Rede wird auch in Hörsäle im Kupferbau übertragen und kann im Livestream verfolgt werden.