Tübinger Energieversorger: SWT erwarten hohen Investitionsbedarf in den kommenden Jahren

Einschränknungen beim ÖPNV in Tübingen: Ab Dezember folgt das zweite Paket mit Angebotsreduzierungen.
Valtentin Marquardt- SWT erwartet hohen Investitionsbedarf für Energie-, Wärme- und Verkehrswende in den nächsten Jahren.
- 2024: Umsatz sinkt um 20 % auf 594 Mio. €, dennoch leicht positives Ergebnis erzielt.
- Einschränkungen beim Tübus: Angebotskürzungen ab März und Dezember 2025, u. a. Nachtfahrten.
- Defizit des Tübus 2024 bei 7 Mio. € – steigende Betriebs-, Personal- und Energiekosten als Ursache.
- Investitionen in E-Bus-Flotte und Ladeinfrastruktur sollen Verkehrswende vorantreiben.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Energiekrise der Vorjahre hat den Energiehandel der Stadtwerke Tübingen (SWT) vor Herausforderungen gestellt. Insbesondere die extremen Schwankungen der Beschaffungskosten für Strom und Erdgas haben das Ergebnis des Jahres 2024 belastet, informieren die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Obwohl die Absatzmengen gestiegen sind, sinken die Umsatzerlöse um über 20 Prozent auf 594 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2024. „Dies ist im Wesentlichen auf die nach der Energiekrise wieder gesunkenen Preise für Strom und Erdgas zurückzuführen.“
Dennoch konnten die SWT die Verluste beim Tübus und bei den Bädern in Höhe von insgesamt rund 11 Millionen Euro tragen, heißt es in der Mitteilung. Inklusive Konzessionsabgaben und Gewerbesteuer tragen die SWT 15,7 Millionen Euro zum Haushalt der Universitätsstadt Tübingen bei.
Einschränkungen beim ÖPNV
Energie-, Wärme- und Verkehrswende verursachen weiterhin einen hohen Investitionsbedarf in Tübingen. 2024 haben die SWT rund 38 Millionen Euro investiert. Vor allem in den Ausbau und die Transformation der Wärmeversorgung, in den Busverkehr und in die Stromnetze. „Auch für die Folgejahre wird ein hoher Investitionsbedarf in diesen Bereichen erwartet.“
Um die erforderlichen Mittel aufzubringen, würden bestimmte Einschränkungen in den nächsten Jahren erforderlich, kündigen die Stadtwerke an. Bereits im März wurde bekannt, dass der Neubau eines Hallenbades durch die Stadtwerke zurückgestellt wird (wir berichteten). Außerdem gibt es Einschnitte beim ÖPNV, um das Defizit dieser Sparte zu reduzieren. Dafür wurden vom Tübus-Aufsichtsrat zwei Pakete mit Angebotsreduzierungen beschlossen, von denen das eine bereits seit März 2025 gültig ist und das zweite im Dezember 2025 folgt. Unter anderem betrifft das Nachtfahrten und weitere Ausdünnungen auf Linie 34, der Linien 6 Süd, 10 und 22 auf einen 60-Minuten-Takt im Abendverkehr und an Sonn- und Feiertagen.
Das Defizit beim Tübus lag 2024 bei über 7 Millionen Euro. Gründe hierfür sehen die SWT vor allem in den „stetig und deutlich steigenden Betriebs-, Personal- und Energiekosten“. Um die Verkehrswende in Tübingen mit der Elektrifizierung der Tübus-Flotte voranzubringen, kommen auf die SWT in den nächsten Jahren größere Investitionen zu. Neben der Beschaffung neuer E-Busse muss parallel auch die E-Bus-Ladeinfrastruktur aufgebaut werden. Der Geschäftsbericht 2024 der Stadtwerke Tübingen ist im Internet abrufbar unter www.swtue.de/geschaeftsjahr.
