Tübinger Anlagenpark: An schönen Tagen ist der Kiosk am See geöffnet

Bei der Eröffnung des Parks durften sich Kinder am Kiosk ein Eis abholen. Das Parkwärterhäuschen ist bei schönem Wetter geöffnet.
Carolin Albers- Im Tübinger Anlagenpark wurde das alte Parkwärterhaus saniert und zum Kiosk umgebaut.
- Der Kiosk öffnet in den Sommermonaten sonntags und bei gutem Wetter von 12 bis 17 Uhr.
- Angeboten werden kalte Getränke, Kaffeespezialitäten, Snacks und Eis – betrieben vom Café am See.
- Hinter Café und Kiosk steht die Arbeit in Selbsthilfe GmbH, ein inklusiver Betrieb mit mehreren Sparten.
- Bei Personalmangel bleibt der Kiosk zu; Vereine können das Parkhäuschen für Veranstaltungen mieten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mitten im Anlagenpark, am Rand des Sees, steht das Parkwärterhäuschen. Allerdings ist über einen Parkwärter wenig bekannt: Vermutlich wurden dort Geräte zur Pflege des Parks gelagert. Und dann stand es sehr lange leer und rottete vor sich hin. Jahrelang war es mit bunten Tags verschmiert und versank halbversteckt im Dornröschenschlaf.
Mit der Neugestaltung des Anlagenparks wurde auch das Parkwärterhäuschen erweckt. Es wurde saniert und bekam ein neues Dach. Jetzt ist es ein Kiosk, dem der Wärter abhandengekommen ist und das deshalb nur „Parkhäuschen“ genannt wird. Mehr Buchstaben hätten auf die Fassade auch gar nicht gepasst. Das Café am See betreibt den Kiosk und öffnet ihn in den Sommermonaten sonntags und bei gutem Wetter von 12 bis 17 Uhr. Es gibt dort kalte Getränke wie Wasser, Apfelschorle, Limonaden, Bier und Weinschorle, Kaffeespezialitäten, zudem Muffins und Crissini und – ganz wichtig – Eis.
Hinter dem Café am See und dem Kiosk steckt die Arbeit in Selbsthilfe GmbH (AIS), ein inklusiver Betrieb, der auch in Mössingen und Balingen Cafés betreibt, außerdem den landwirtschaftlichen Betrieb Kastanienhof in Bodelshausen, eine Manufaktur, in der aus regionalem Obst und Gemüse unter anderem Chutneys und Dörrobst hergestellt werden, eine Druckerei, eine Näherei und Werkstätten.
Immer wieder Personalausfälle
In all diesen Betrieben arbeiten Menschen mit Einschränkungen, allerdings nicht ausschließlich. „Wir brauchen mehr Personal als andere Betriebe“, sagt AIS-Geschäftsführer Marcus Hölz. Und immer wieder fallen Mitarbeiter aus. Das sei auch die Herausforderung, das Café am See und den Kiosk gleichzeitig zu betreiben. Wird es eng beim Personal, bleibt der Kiosk deshalb geschlossen, während das Café weiterläuft.
„Aber wir versuchen, bei schönem Wetter immer aufzumachen“, so Hölz. Bisher habe es jedoch auch Sonntage gegeben, an denen im Kiosk nichts los war. Er vermutet, das liegt daran, dass es beim Kiosk keine Toilette gibt und die Menschen deshalb lieber ins Café gehen. Das zudem vor allem bei Kindern an heißen Tagen besonders beliebt ist, denn auf den Seeterrassen dort gibt es ein großes Wasserspiel.
Aufenthaltsqualität gibt es aber auch rund um den Kiosk: Dort führt ein Steg übers Wasser, es gibt einen großen Holztisch mit Bänken und auch andere Sitzgelegenheiten. Außerdem kann man dort Schach und Boule spielen. Die Schachfiguren und Boulekugeln dafür sind in Boxen am Rand des Schachspielfelds verstaut. Mit der App „Pick and Play Box“ kann man sie gegen einen kleinen Betrag ausleihen.
Vereine können sich das Parkhäuschen bei Veranstaltungen dort mieten. Dazu sollen sie sich im Café am See melden. An Privatpersonen wird der Kiosk nicht vermietet.
