Tübingen/Reutlingen: Deutscher Wetterdienst warnt vor Glatteis

Symbolbild: Ulrich Metz
Nicht gesetztDer Deutsche Wetterdienst hat für die Kreise Tübingen, Reutlingen und Zollernalb eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben: „Es besteht Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial“, teilte der DWD mit. Die Warnung der Stufe 3 von 4 gilt von 10.30 bis 15 Uhr am heutigen Mittwoch (zunächst galt sie nur bis 13 Uhr). Auf den Straßen und Wegen ist daher große Vorsicht geboten.
Wer kann, soll laut DWD einen Aufenthalt im Freien vermeiden und das Verhalten im Straßenverkehr anpassen. Außerdem sei mit Sperrungen zu rechnen.
In der Nacht war es noch ruhig geblieben. Ein Sprecher des Reutlinger Polizeipräsidiums, das für die Kreise Tübingen, Reutlingen, Zollernalb und Esslingen verantwortlich ist, sprach am Morgen noch von einer unauffälligen Unfalllage.
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Ministerium warnt vor Schneebruch im Wald
Das Landwirtschaftsministerium ruft dazu auf, den Wald derzeit zu meiden: Es hersche „eine brisante Wetterlage“. Durch den gefrierenden Regen könnten rasch große Mengen Nassschnee auf den Baumkronen lasten. Das Risiko von abbrechenden und herunterfallenden Ästen oder Eisanhaftungen sowie Bäumen, die unter der Last nachgeben, steigt und birgt eine erhebliche Gefahr für die Waldbesucher.“
Die Rutschgefahr auf vereisten Waldwegen sei hoch. „Deshalb sollten vorerst diese Waldgebiete unbedingt gemieden werden, bis der Schnee von den Ästen der Bäume abgetaut ist und sichere Wegezustände wiederhergestellt sind“, warnt Minister Peter Hauk per Pressemitteilung. Besonders betroffen seien die höheren Lagen von Schwarzwald und Schwäbischer Alb sowie Oberschwaben. Für die kommenden Tage sei mit weiteren Schneefällen und tiefen Minusgraden zu rechnen.
Hauk appellierte Waldwanderungen zu verschieben oder die Routen außerhalb des Waldes zu verlegen. Dies trage zum Eigenschutz bei und entlaste die Rettungskräfte. Die Bergung von verletzten Personen, insbesondere bei dieser Wetterlage, sei schwieriger und gefährde auch die Helfer.
Zudem empfiehlt Forstminister Hauk die kostenfreie App ‚Hilfe im Wald‘ zu nutzen. Diese könne im Notfall die benötigten Helfer zielsicher zu Verletzten navigieren. Zum Teil haben Waldbesitzer ‚Rettungspunkte‘ im Wald markiert, um die Rettungskette für verletzte Waldarbeiter sicherzustellen. Diese könne man sich ebenso einprägen, um im Notfall Helfer zielsicher zu leiten.