Tübingen
: Wassereinbruch in den Crona Kliniken: Stationen evakuiert

In den Tübinger Crona-Kliniken gab es am Samstag einen folgenschweren Defekt. Patienten kamen nicht zu Schaden. Geplante Termine müssen teils verschoben werden.
Von
ST
Tübingen

Archivbild: Ulrich Metz

Nicht gesetzt

G egen 16 Uhr am Samstagnachmittag wurde aufgrund eines Defekts der Sprinkleranlage die Baustellenebene A7 der Crona-Kliniken überflutet. Das berichtete das Uniklinikum Tübingen (UKT) am Samstagabend. Entlang der Steigleitungen und über Versorgungsschächte drang Wasser in darunterliegende Stationen der Kliniken für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sowie Urologie und in einzelne Zimmer der Klinik für Neurochirurgie ein. Da die Stationen nicht voll belegt waren, konnten Patientinnen und Patienten relativ unproblematisch in andere Gebäudeteile verlegt werden.

Helfer schnell vor Ort

„Nach Auslösen des Alarmservers trafen binnen weniger Minuten die ersten Kolleginnen und Kollegen zusätzlich zum UKT-Brandschutz und zur Wochenendschicht in den Crona-Kliniken ein“, berichtet Michael Bamberg, der Ärztliche Direktor des UKT. Die Lage sei schnell unter Kontrolle gewesen. „Durch beherztes Eingreifen unserer Mitarbeitenden konnten die betroffenen Stationen zügig und problemlos evakuiert werden.“

Knapp 300 Mitarbeitende - unter anderem aus den Bereichen Reinigung, Hauswirtschaft und Haustechnik - wurden automatisiert ins Klinikum gerufen und übernahmen notwendige Arbeiten. Klinik-Chef Bamberg bedankt sich im Namen des Klinikumsvorstands bei allen, auch bei der Feuerwehr Tübingen, für die große Einsatzbereitschaft.

Lieber nachfragen

Am Samstagabend konnte noch keine Aussage zum Ausmaß des Schadens und zur erwarteten Wiederinbetriebnahme der Stationen getroffen werden. Am Sonntagmittag teilte dann die UKT-Pressestelle auf Anfrage mit, dass am Samstagabend mit der Großreinigung der betroffenen Stationen begonnen worden war, sodass ein Teil der Zimmer bereits am Sonntag wieder belegt werden konnte. Allerdings sei nach wie vor viel Wasser in den Zwischendecken, sodass unklar sei, wann alle Stationen wieder vollständig bezogen werden können.

Sämtliche Patientinnen und Patienten mit geplanter stationärer Aufnahme Anfang dieser Woche werden vom Universitätsklinikum telefonisch informiert, sollte der geplante Krankenhausaufenthalt nicht möglich sein. Das Klinikum bittet diejenigen Personen, die einen stationären Termin in der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, Urologie, Orthopädie, Neurologie, Allgemeinchirurgie oder Neurochirurgie haben, sich vor Anreise telefonisch mit dem UKT in Verbindung zu setzen.