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Tübingen. Während weltweit US-geführte Militärallianzen zum Einsatz kommen würden, werde das Feindbild Russland weiter aufgeblasen. Für Gisela Kehrer-Bleicher vom Friedensplenum Antikriegsbündnis ist klar: Kremlchef Wladimir Putin wird von den westlichen Mächten zur Reinkarnation des Bösen erklärt. „Uns wird vorgeführt, wie man sich einen Feind bastelt“, erklärte sie gestern Abend bei der vom Kriegsplenum organisierten Kundgebung anlässlich des Weltfriedenstags. Sieben Gruppen hatten sich auf dem Holzmarkt versammelt und sprachen vor etwa 30 Zuhörern über die Kriege in Syrien und der Türkei sowie über die Lieferung deutscher Waffen ins Ausland. „Krieg beginnt hier“, lautete das Motto – bezogen auf den Rüstungsexport der Bundesregierung. „Es muss Schluss sein damit, dass wir wider besseren Wissens Krieg führen. Unser Volk hat das selbst zweimal leidvoll erfahren“, erklärte Gerhard Bialas (Bild) von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, der dieses Jahr seinen 85. Geburtstag feierte. Doch wie sollen die Truppen der Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien ohne Militäreinsätze gestoppt werden? Für Organisatorin Walburg Werner ist klar: „Mit kriegerischen Mitteln erreicht man nichts.“ mwi/Bild:Sommer