Tübingen: Trotz Corona: Großes Angebot auf dem Tübinger Martinimarkt

Bild: Ulrich Metz
Nicht gesetztDer Krämermarkt ist in Tübingen jeden Herbst um den Sankt-Martins-Tag herum. Waren es vergangenes Jahr coronabedingt nur 30 Stände statt der üblichen 100, so verteilen sich dieses Jahr 50 Stände auf dem Marktgelände. „Hier gibt’s ja auch viel Angebot aus dem Umland, das will man natürlich unterstützen“, sagte eine Marktbesucherin. Es gebe Produkte, die man im Supermarkt nicht bekommen könne.
Zwischen Marktplatz, Hirschgasse, Neue Straße und Holzmarkt steht ein reiches Angebot an Produkten zum Verkauf. Etwa Haushaltswaren, Lamm- und Schaffelle, Hüte, Besen, Körbe, Keramik, Lederwaren, Schmuck oder ätherische Öle und Salben. Im Gegensatz zum Vorjahr gibt es auch mehr als nur abgepackte Speisen wie gebrannte Mandeln. Auch Bratwurst oder Schokoladenerdbeeren kann man kaufen. Ein Mandel-Verkäufer meinte: „Jeder Markt jetzt läuft besser als noch 2019.“
Das Geschäft sei aber sehr anstrengend für die Marktleute. So muss Gheorghe Vasilache jeden Tag um 3 Uhr morgens aufstehen, damit er seinen Stand mit Gläsern und Tassen rechtzeitig aufbauen kann. Eigentlich ist er gelernter Zahntechniker, jetzt graviert er mit zahnmedizinischem Equipment das Geschirr, das er verkauft. Er betont: „Manche Leute denken ja, das wäre mein Hobby hier. Aber das ist es wirklich nicht.“
Auf dem Markt herrscht Maskenpflicht, ein 3G-Nachweis ist aber nicht erforderlich. Schätzungsweise die Hälfte der Besucherinnen und Besucher hält sich daran. Eine Besucherin sagte: „Gerade nach Corona gehe ich gerne auf den Markt, weil man hier schön bummeln kann.“ Ein anderer Passant sagt, dass er hier Leute treffen könne und sich über das Magenbrot und die gebrannten Mandeln freue. Auch am Mittwoch ist der Martinimarkt von 8 bis 19 Uhr in der Altstadt. Der Wochenmarkt ist von 7 bis 13 Uhr parallel dazu auf dem Marktplatz und auf dem Holzmarkt.