Tübingen
: Trafo-Türme werden zu Kunstobjekten

Mit künstlerischen Graffiti wollen die Stadtwerke gegen Schmierereien und Tags vorgehen.
Von
koc
Tübingen

Bild: Julia Koch

Nicht gesetzt

Im Tübinger Stadtgebiet gibt es allein 220 Trafostationen, die mit Zeichen und Schriftzügen in allen möglichen Farben beschmiert sind. Um die Reinigungskosten zu vermeiden, versuchen die Stadtwerke Tübingen (SWT) nun seit zwei Jahren, dem mit diversen Graffiti-Projekten entgegenzuwirken. Für die Gestaltung der beiden Trafo-Türme und der Trafo-Station an der Steinlach (Bild) war der Tübinger Künstler „Looven“ verantwortlich. Auf dem Schulgelände der Grundschule am Hechinger Eck stellten die SWT ihre Trafostation als Übungswand für die besondere Kunststunde zur Verfügung. Die Schüler und Schülerinnen bekamen dort einen Graffiti-Workshop mit dem lokalen Künstler „Mango“ und frischten die weiß-graue Station auf. Laut SWT-Pressesprecher Ulrich Schermaul sammeln die Stadtwerke mit den Graffiti-Projekten erste Erfahrungen. Vorerst wird bei den 53 am schlimmsten beschmierten Trafostationen beobachtet, ob die künstlerischen Graffiti auch tatsächlich bleiben oder wieder übermalt werden. Schermaul hofft, dass die Aktionen die tristen Stationen dauerhaft attraktiver machen - so wie es in anderen Städten auch der Fall ist - und Farbe in die Tübinger Straßen bringen.