Tübingen: Polizeieinsatz beim Bürgerfrühschoppen der Verbindungen

Die Einsatzkräfte in der Kastanienallee.
Anne FadenNach Polizeiangaben versammelten sich ab 10 Uhr rund 70 bis 90 Personen auf Höhe der Sportplätze, um den Neckarsteg, den Bahnübergang und den Uferweg entlang des Neckars zu blockieren und damit den Zugang zum Bürgerschoppen zu behindern. Bei der Feier des Arbeitskreises Tübinger Verbindungen mit Bierwägen, Hüpfburg und Biertischen waren knapp 30 Besucher anwesend. Lukas Haderlein, Leiter des Tübinger Ordnungsamts, der als Verterter der Stadt vor Ort war, kritisierte die Protestierenden: „Eigentlich wäre ein derartige Polizeipräsenz bei solch einer Veranstaltung nicht nötig.“ Die Stadt hatte im Vorfeld nicht nur den Bürgerschoppen, sondern auch eine Mahnwache sowie einen Protestzug der Gegner in der Uhlandstraße genehmigt.
Aus Sicherheitsgründen wurde das sogenannte „Frühlingsfest der Korporationen“ bereits vom Bursenvorplatz in die Jahnallee verlegt. Ein direktes Aufeinandertreffen der beiden Parteien sollte jedoch verhindert werden. „Wir haben uns um eine gute Kommunikation bemüht und mit den Verantwortlichen gesprochen“, so Haderlein. Nur ist sich von Seiten der Protestierenden nicht an die Absprache gehalten worden, wodurch es zu dem großen Polizeieinsatz kam.
Unklar ist noch, ob es zudem ein Zusammenhang mit der Vermüllung der Wiese in der Kastanienallee gibt. Unbekannte hatten in der Nacht auf Sonntag mit einem Spaten Teile der Wiese umgegraben und mit Klopapier und Bioabfällen vermüllt. Dort soll in der kommenden Woche das Ract-Festival veranstaltet werden. Ob es ein Zusammenhang zum Bürgerschoppen gibt, ist nicht geklärt.