Tübingen: Lorettofest: dieser entspannte letzte Samstag in den Ferien

Kampfkunst kann man beim Lorettofest bestaunen.
Aleksandar MitrevskiSchwert- und Kampfkünste, Tanz-Workshops, akrobatische Zirkuseinlagen oder ein äußerst beliebter Kinderflohmarkt: Für die zahlreichen Besucherinnen und Besucher im Loretto gab es beim diesjährigen Fest im Viertel mehr als genug Auftritte und Mitmachaktionen zu bestaunen. Das abwechslungsreiche Musikprogramm an der Hauptbühne - von Ska, über Akkordeonorchester bis hin zu Liedermachern war alles dabei - blieb dabei immer in hörbarer Nähe.
Beim Lorettofest darf man noch einmal die Ferien genießen, bevor Montag die Schule beginnt. Entsprechend ausgelassen war die Stimmung, viele glückliche Gesichter, egal wohin man schaute. Dazu beigetragen haben sicherlich auch die vielen leckeren Essensangebote der umliegenden Cafés oder Vereine. Besonders beim Kuchen gab es eine nicht enden wollende Auswahl an den verschiedensten Sorten. Zur Abwechslung gab es hier und da auch mal einen Crêpe, eine Kugel Bio-Eis oder auch Popcorn, wie etwa beim Stand des Zirkus Zambaioni.
Seit 2005 organisiert der Nachbarschaftsverein Lorettina das Lorettofest. Sabine Herbrüggen und Bernd Maier vom Vorstand sowie Helfer Melle Jansen zeigten sich über die vielen Besucher und die gute Stimmung beim nun schon 18. Lorettofest mehr als erfreut. Gegründet wurde der Verein im Jahr 1998, als die ersten Wohnhäuser fertig waren. Damals sei es eigentlich nur darum gegangen, die Nachbarschaft zu vernetzen, sich kennenzulernen.
Im Laufe der Jahre habe es sich aber zu etwas Größerem entwickelt. Mittlerweile sei das Lorettofest auch weit über die Stadtteilgrenzen hinaus bekannt, so Maier. „Der letzte Samstag der Ferien im Loretto-Viertel“, erzählte er, „das hat sich bereits rumgesprochen.“ Für viele sei das vielseitige musikalische Programm bis in den späten Abend hinein ein großer Anziehungspunkt, so sein Eindruck.
Dass es aber nicht immer ganz einfach gewesen ist, bestätigte hingegen Jansen. Viele Genehmigungsverfahren, die Kommunikation mit der Stadt, all dies sei über die Jahre durch überbordende Bürokratie verkompliziert worden. Auch hohe Auflagen in Form von teuren Straßenschildern zur Absperrung seien kaum nachvollziehbar. „Wenn andere Vereine uns nicht ausgeholfen hätte, wäre es manchmal nicht stemmbar gewesen.“ Von der Stadt wünschten sie sich auf jeden Fall mehr Unterstützung.