Tübingen · Lebensmittel: Viele Mitarbeiter sind am Ende ihrer Kräfte

Schwäbisches Tagblatt
.Wie jedes Jahr schließt der Tübinger Tafelladen auch in diesem Jahr für fünf Wochen. Für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/nnen waren die letzten Monate mit der Zunahme der Bedürftigen einerseits und dem Rückgang der von den Supermärkten zur Verfügung gestellten Lebensmittel andererseits eine große Herausforderung. Sie haben sich umso ehr für die Rettung der Lebensmittel und die Unterstützung auch der um 50 Prozent gewachsenen Zahl der Kunden eingesetzt. Viele sind jetzt am Ende ihrer Kräfte und deshalb froh über die „Betriebsferien“.
Die Tübinger Tafel arbeitet bei der Lebensmittelrettung eng mit Foodsharing Tübingen zusammen. In Kooperation mit den Foodsharern wurde eine Überbrückungsmöglichkeit vereinbart: An den 12 Fairteiler-Stellen in Tübingen werden in dieser Zeit vermehrt Lebensmittel eingestellt, die auch Tafelkunden nutzen können.
Die Tübinger Tafel e.V. ist ein gemeinnütziger, durch Spenden finanzierter Verein, bei dem nur Ehrenamtliche ohne Entgelt arbeiten. 25 Personen in Fahrdienst, Lebensmittel-Vorbereitung und Verkauf sind pro Tag nötig, um circa 250 Erwachsene und Kinder zu bedienen. Der Verein engagiert sich gegen die Lebensmittelverschwendung und für die Unterstützung hilfsbedürftiger Menschen. Er kann aber keine Rundumversorgung bieten und staatliche Hilfeleistung ersetzen. Er ist auch dankbar für die große Unterstützung der Bevölkerung sowohl finanziell wie durch zusätzliche länger haltbare Lebensmittel und Hygieneartikel.
Ab 12. September ist der Tafelladen in der Eisenbahnstraße wieder für Warenanlieferung und ab 13. September für den Einkauf geöffnet.