Tübingen: Jetzt weht die Israel-Fahne vor dem Rathaus

Die Israel-Fahne ist nun vor dem Tübinger Rathaus gehisst.
Ronja EngelsWie die städtische Pressestelle mitteilt, weht seit heute die israelische Fahne an einem Mast vor dem Tübinger Rathaus. Entschieden hat es Tübingens Oberbürgermeister. Zunächst hatte er es abgelehnt und mit mangelnder sichtbarer Solidarität der Stadtgesellschaft mit Israel nach dem Terror-Angriff der Hamas begründet. Das hatte Kritik hervorgerufen, unter anderem vom Förderverein für jüdische Kultur Tübingen sowie Politikern wie der CDU-Bundestagsabgeordneten Annette Widmann-Mauz.
„Die große Zahl der Menschen, die sich dieses Zeichen der Solidarität mit Israel wünschen, möchte ich nicht enttäuschen. Die Flagge vor dem Rathaus soll zeigen, wo Tübingen nach meiner festen Überzeugung stehen sollte, nämlich an der Seite Israels, das durch einen unfassbar grausamen Terrorakt in seinen Grundfesten erschüttert wurde“, erklärt Palmer nun in einer Pressemitteilung.
Dazu Palmer weiter: „In meiner Wahrnehmung ist diese Solidarität in Deutschland und Tübingen leider äußerst brüchig. Argumente, die eine Täter-Opfer-Umkehr bedeuten, werden immer wieder vorgetragen. Es reicht nicht, eine Flagge aufzuziehen. Israel braucht jetzt konkrete Solidarität in Wort und Tat. Schuld an allen Toten dieser aktuellen Auseinandersetzung ist einzig und allein die Hamas. Israel hat keine Wahl, es muss diesen zur Vernichtung allen jüdischen Lebens fest entschlossenen Feind mit militärischen Mitteln kampfunfähig machen.“
