Tübingen: Hohe Streikbeteiligung bei Tübinger Lokführern

Bild: Andreas Straub
Nicht gesetztDie meisten betroffenen Pendler und Reisenden hatten sich auf den kurzfristig anberaumten Streik der Lokführer eingestellt, informierten sich über Aushänge oder waren erst gar nicht an den Hauptbahnhof gekommen. Wegen der Sommerferien ist es derzeit ohnehin ruhiger. „Wir haben eine Streikbeteiligung von 90 Prozent“, sagte Imke Hartwig, Lokführerin und Vorsitzende der Tübinger GDL-Ortsgruppe. 27 von 31 Verbindungen fielen aus. Mit Transparenten machte sie zusammen mit rund zehn Kollegen vor dem Hauptgebäude auf die Forderungen der Gewerkschaft aufmerksam: 1,4 Prozent Lohnerhöhung und eine Corona-Prämie von 600 Euro gleich, noch einmal 1,8 Prozent mehr Geld im nächsten Jahr. Streit gibt es mit dem Arbeitgeber zudem über die betriebliche Altersvorsorge und die Laufzeit der Vereinbarungen. Der Fahrgastverband Pro Bahn forderte verbindliche Streikfahrpläne, um das Rückgewinnen von Fahrgästen nicht zu gefährden. Während einige Bahnfahrer schimpften („Wir müssen auch zur Arbeit“), zeigten andere Verständnis und wünschten den Lokführern Erfolg.