Tübingen: Gerichte mit Geschichte: Die Wasserspatzen der Oma

Zwei Wasserspatzen, wie sie sein sollen.
Cornelia PelgertBei uns gibt es an Festtagen „Wasserspatzen“ (keine Spätzle!) zum Beispiel als Beilage zu Wild. Den Begriff Wasserspatzen kennen wir nur aus unserer Familie, also vermuten wir, dass meine Oma diese knödelartige Beilage selbst erfunden hat.
Es ist ein Spätzleteig (Spatzenteig) mit Brotwürfeln (Croutons). Aber anstatt aufwändig Spätzle zu schaben, ist meiner Oma vermutlich der Geduldsfaden gerissen oder die Zeit knapp geworden. Also hat sie die Mischung esslöffelweise in kochendes Wasser gegeben, und es wurde diese Beilage daraus.
Nicht teuer, nicht aufwändig, aber bei uns der Renner. Und eine schöne Erinnerung an Oma.
In Scheiben geschnitten schmecken die Wasserspatzen am nächsten Tag auch angebraten sehr gut, aber so weit kommen diese Exemplare meistens nicht.
Wasserspatzen
nach Oma Rosmarie
(geb. 17.2.1931, gest. 23.12.1991)
Für drei Personen:
- 2-3 Scheiben Toastbrot in kleine Würfel schneiden und in Butter anrösten.
- 250 g Mehl
- 2 Eier
- 125 ml Wasser (oder noch 2 Eier)
- ½ TL Salz
- Geröstete Weißbrotwürfel am Schluss unterrühren.
- Mit einem Esslöffel in kochendes Salzwasser geben (größter Topf) und circa 5 Minuten kochen. Nach 5 Minuten kann ein Wasserspatz entnommen und aufgeschnitten werden, um zu gucken, ob er durch ist.
- Mit einer Schaumkelle rausfischen und zum Hauptgericht servieren.
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