Tübingen · Flüchtlinge: Zur Lage in Afghanistan

Schwäbisches Tagblatt
.Was wird aus den gefährdeten Menschen in Afghanistan, nachdem die Taliban dort die Macht übernommen haben? Und wie kann man diese Menschen unterstützen? Diese Fragen sollen bei einem Informations- und Diskussionsabend von „Move on - Menschen-Rechte Tübingen“ am Donnerstag, 16. Dezember, von 18 Uhr an im Eberhardsgemeindehaus, Eugenstraße 21, beantwortet werden.
Es nehmen teil: Heike Hänsel (Linke), Ruben Neugebauer (Luftbrücke Kabul), Thomas Seibert (Medico International), afghanische Geflüchtete aus dem Kreis Tübingen (Save our families), eine afghanische Journalistin und Menschenrechtsaktivistin und Waheedullah Mahsoud (Journalist und ehemalige „Ortskraft“, seit kurzem in Reutlingen).
Für die Teilnahme in Präsenz gilt die 2G-Plus-Regel (genesen oder geimpft und getestet). Wer per Video-Stream teilnehmen möchte, muss sich bis Dienstag, 14. Dezember, per Mail anmelden (info@menschen-rechte-tue.org).
Move on hat knapp 60 afghanische Flüchtlingen, die in Tübingen und der Region leben, dabei unterstützt, einen Antrag zu stellen, damit ihre in Afghanistan lebenden und in Gefahr befindlichen Angehörigen in Deutschland aufgenommen werden.
Bisher sei, so Move on, keiner dieser Anträge positiv beschieden worden. Die Organisation schreibt, die in Deutschland lebenden Geflüchteten seien „krank vor Sorge“ um das Leben ihrer Angehörigen. Sie müssten jeden Cent, den sie haben, nach Afghanistan schicken, weil sich ihre Angehörigen dort nicht mehr selber versorgen könnten.
Move on möchte direkte Hilfe leisten, auf der Basis persönlicher Kontakte. Ziel sei es, Familien mit bis zu 25 Euro pro Person und Monat mindestens über die Wintermonate zu unterstützen. Auf der Liste der Organisation stehen bisher 400 Menschen.
Info Wer gefährdete Afghanen unterstützen möchte, kann spenden an:
menschen.rechte Tübingen
VR Bank Tübingen
IBAN: DE25640618540308102002
BIC: GENODES1STW
Verwendungszweck: Afghanistan-Hilfe