Tübingen · Energiekrise: Was tun bei einem Strom-„Blackout“?

Archivbild: Ulrich Metz
Nicht gesetztUnlängst rieten die Tübinger Stadtwerke zu Zehn-Tage-Vorrat angesichts möglicher Stromausfälle. Einer der aktuellen Hintergründe sei die Warnung von Netzbetreibern vor temporären Stromabschaltungen, um das Stromnetz zu stabilisieren. „Die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und Zusammenhänge aufzuzeigen, halten wir in der aktuellen Situation für angebracht. Gleichzeitig wollen die Stadtwerke das Signal senden, dass jeder Haushalt selbst etwas zur Vorsorge tun kann“, so die Pressestelle der Stadtwerke auf TAGBLATT-Nachfrage. Über allem stehe die Botschaft, dass Energiesparen in allen Bereichen und insbesondere auch in den Haushalten das Gebot der Stunde ist. Es gehe darum, eine Gasmangellage in Deutschland zu vermeiden, die dann wiederum die stabilisierenden Stromabschaltungen als Konsequenz mit sich bringen könnte.
Das Landratsamt sorgt für einen „Blackout“ vor: „Städte und Gemeinden sind aktuell vom Innenministerium aufgerufen, Anlaufstellen für Notsituationen einzurichten“, teilt die Pressestelle mit. Oft seien das die Feuerwehrhäuser, die bei einem Stromausfall besetzt und mit digitalem Sprechfunk ausgestattet sind. Zudem verfügen die Löschfahrzeuge der Feuerwehr über Notstromaggregate.
Beim Bereich Katastrophenschutz beim Landratsamt gebe es außerdem eine Liste, „welche Tankstellen im Falle eines Stromausfalls einspeisefähig sind, das heißt mit Notstrom versorgt werden können.“ Diese Tankstellen könnten dann im Fall des Falles den Katastrophenschutz, Hilfsdienste, Polizei et cetera versorgen. „Wie lange diese Versorgung (im Falle eines längeren Stromausfalls) dann funktioniert, hängt von den dann vorherrschenden Füllständen der Tankstellen ab.“ Auch in Bezug auf die kritische Infrastruktur, sei das Landratsamt aktuell im Austausch mit ihren Städten und Gemeinden. „Insbesondere werden wir abfragen, wie es vor Ort mit den Themen Wasserversorgung und Notstromversorgung von Pflegeeinrichtungen und Praxen aussieht, um im Bedarfsfall dann koordinieren und beraten zu können.“