Tübingen
: Faire Produkte in der Kirche am Markt

Mit Vorträgen und einem kleinen Verkauf fairer Produkte möchten Mitglieder des Weltladen-Vereins und die Kirche am Markt auf Hintergründe von globalem Handel aufmerksam machen.
Von
Miri Watson
Tübingen
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Kirche am Markt 10 24, Foto: Carolin Albers

Ab dem 17. Oktober gibt es in der Tübinger Kirche am Markt faire Produkte und Hintergrundinformationen. Renate Haug (links), Jörg Wenzel (Mitte) und die Ehrenamtlichen, die in der Kirche am Markt aktiv sind, werden verkaufen und beratne.

Carolin Albers
  • Ab 17. Okt. Verkauf fairer Produkte in der Tübinger Kirche am Markt.
  • Mitglieder des Weltladen-Vereins und Kirche am Markt bieten Infos zum globalen Handel.
  • Erste Produkte: Tübinger Schokolade von Kallari aus Ecuador.
  • Begleitprogramm: Vorträge und Verkostungen, z.B. am 17. Okt. mit Raquel Cayapa.
  • Ziel: Aufklärung über fairen Handel und Hintergrundinfos zu Produkten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Vor fast genau zwei Jahren, im November 2022, hat der Tübinger Weltladen geschlossen. Einige Mitglieder des Weltladen-Vereins haben seitdem überlegt, wie sie wieder eine Initiative zur Aufklärung über globalen und fairen Handel in Tübingen starten können. „Tübingen ohne Weltladen ist ja fast nicht vorstellbar“, sagt Jörg Wenzel aus dem Weltladen-Verein. „Fair gehandelte Produkte gibt es ja mittlerweile in vielen Läden, aber die Informationen, die mit den Produken verbunden sind, fallen ja dann weg.“

Deswegen hat Wenzel gemeinsam mit Bernd Wolpert vom Weltladen-Verein und Renate Haug, der Leiterin der Kirche am Markt, nun ein Projekt gestartet, dessen Ziel es ist, fair gehandelte Produkte zu verkaufen und den Käuferinnen und Käufern auch Hintergrund zu den Produkten zu bieten. „Wir möchten immer wieder ein Produkt präsenteren und erklären: Warum gibt es das hier zu diesem Preis?“, so Haug. „Die Produkte wollen wir nach und nach auswechseln.“

Am 17. Oktober startet der Eine-Welt-Verkauf in der Kirche am Markt am Marktplatz. Neben einem kleinen Verkauf von zunächst ein bis zwei fair gehandelten Produkten soll dabei vor allem auch ein Begleitprogramm wichtig sein. In der Zeit vom 17. Oktober bis zum 29. November wird zunächst die Tübinger Schokolade von Kallari  aus Ecuador verkauft. Direkt am 17. Oktober wird Raquel Cayapa, Leiterin des Kallari-Projekts, um 18.30 Uhr im Kleinen Saal im Gemeindehaus Lamm am Marktplatz einen Vortrag zur Herkunft der Kallari-Schokolade halten und es wird eine Verkostung geben.

Vorträge und Begleitveranstaltungen zum Thema Eine Welt sind immer wieder geplant. „Mit dem Begriff ‚Eine Welt‘ haben wir das Thema weit gefasst“, so Haug. „Das kann auch mal ein Honig aus der Region sein.“ Ob der Verkauf mit der Zeit größer wird oder ob es perspektivisch doch irgendwann wieder einen Weltladen in Tübingen geben wird, können Wenzel und Haug noch nicht sagen.