Tübingen · Arbeitswelt: Wechsel an Spitze des Jobcenters

Schwäbisches Tagblatt
.Nach ihrem Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin war Ellen Klaiber zunächst in der Erwachsenenberatung zur beruflichen Weiterbildung und Umschulung tätig, ehe sie Akademiker hinsichtlich Qualifizierung und Karriere beriet. Ab 2002 übernahm sie dann Führungsaufgaben als Teamleiterin und Geschäftsstellenleiterin und wurde 2016 schließlich Geschäftsführerin des Tübinger Jobcenters.
Klaibers Ziel sei stets gewesen, das Jobcenter zu einem modernen Dienstleister zu entwickeln, „der den Menschen Hilfestellungen bietet und berufliche Perspektiven aufzeigt, die aus der Hilfebedürftigkeit herausführen und ein selbständiges Leben und soziale Teilhabe ermöglichen“. Und trotz der Flüchtlingswelle 2016, der Corona-Krise seit 2020 und des Ukraine-Krieges samt Gasmangellage blickt Klaiber auf gute Integrationsergebnisse zurück und verweist darauf, dass im Jobcenter „noch nie so wenige Arbeitslose und Bedarfsgemeinschaften gezählt wurden wie Ende 2021“.
Gute Deutschkenntnisse und vor allem Qualifizierung sieht die gebürtige Tübingerin als Grundstein für den Weg aus der Arbeitslosigkeit. „Aber die Fördermöglichkeiten müssen sowohl von Arbeitgeber- als auch von Kundenseite eben auch genutzt werden“, so Klaiber. Die Einführung des neuen Bürgergeldes im Januar 2023 wird Ellen Klaiber also nur „aus der Ferne“ verfolgen, wagt aber dennoch einen Blick in die Zukunft: „Zur Umsetzung des Bürgergeldes und der damit angekündigten Qualifizierungsoffensive müssen die Jobcenter definitiv finanziell besser ausgestattet werden.“