Wasserversorgung in Tübingen: Stadtwerke bauen Hochbehälter für 2 Millionen Liter Trinkwasser

Bilck in den Wasserbehälter Sand: Dieser Hochbehälter bekommt mit dem neuen Hochbehälter zwischen Weilheim und Derendingen einen Gegenspieler.
Stadtwerke Tübingen/Jäger- Stadtwerke Tübingen bauen Hochbehälter mit 2 Mio. Liter Kapazität auf der Anhöhe „Käppele“.
- Bauarbeiten beginnen im Frühjahr und dauern etwa zwei Jahre.
- Neuer Hochbehälter ergänzt den Wassermischbehälter Sand.
- Modernisierung des Trinkwassernetzes für wachsende Universitätsstadt.
- Ausgleichsmaßnahmen wie Aufforstungen und Nistkästen für Waldkauz geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Den neuen Hochbehälter beschreiben die Stadtwerke Tübingen (SWT) als ein wesentliches Element im neuen Trinkwassernetz der Stadt. Die Bauarbeiten, die im Frühjahr beginnen sollen, werden voraussichtlich zwei Jahre dauern, im November erfolgten bereits Rodungsarbeiten. Entstehen wird das Bauwerk mit 2 Millionen Liter Speicherkapazität auf der Anhöhe „Käppele“ zwischen Derendingen und Weilheim.
Der neue Hochbehälter soll als „Gegenspieler“ zum Wassermischbehälter auf dem Sand fungieren. Die beiden Hochbehälter liegen sich geografisch gegenüber auf gleicher Höhe, die Stadt dazwischen. Dieselbe Höhenlage ist wichtig. „Nur so können sich die beiden Wasserspiegel ausgleichen und damit die hydraulischen Anforderungen erfüllen“, erklären die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. Die bewaldete Anhöhe Käppele ist geeignet und ausreichend hoch gelegen. Am Standort befindet sich ein vor Jahrzehnten außer Betrieb genommener Wasserbehälter im Boden. „Vergleichbare alternative Standorte außerhalb des Waldstücks und in gleicher Nähe zum Versorgungsgebiet sind nicht vorhanden“, heißt es in der Mitteilung. Die Fläche im Waldstück erwarben die Stadtwerke dieses Jahr von der Stadt Tübingen.
Modernisierung vor einem Jahrzehnt begonnen
Seit fast zehn Jahren arbeiten die SWT an der Modernisierung des Tübinger Trinkwassernetzes. Es wird leistungsstärker und soll den steigenden Anforderungen einer wachsenden Universitätsstadt gerecht werden. Leitungen und Wasserbehälter sind die Hauptsäulen der Infrastruktur. Ziel ist eine neue und größer dimensionierte Transportwasserleitung auf der Hauptachse zwischen dem Wasserbehälter Sand und dem neuen Standort Käppele. In den letzten Jahren haben die SWT schon viele Kilometer neue Transportwasserleitung quer durch die Stadt verlegt. Nach der Kelternstraße (2015) folgten größere Bauphasen in der Wilhelmstraße und Belthlestraße (2017), sowie Himmelsleiter, Europastraße/Wilhelm-Keil-Straße und Am Stadtgraben (2018). 2020 wurde die Transportwasserleitung von der Wilhelm-Keil-Straße und entlang der Derendinger Straße bis zur Danziger Straße weitergeführt, 2021 am Wildermuth-Gymnasium vorbei und in den folgenden beiden Jahren durch die Weinbergstraße. Am Ende der Ausbaustrecke steht die Verbindungsleitung zum neuen Wasserbehälter.
Die SWT planen mehrere Ausgleichsmaßnahmen. Während der Bauzeit benötigte Zusatzflächen und Randbereiche um den Wasserbehälter werden aufgeforstet und rekultiviert. Befristet genutzte Waldflächen sowie Wege werden nach dem Bauabschluss wieder neu bewaldet. Die Stadtwerke installieren Nistkästen für den Waldkauz. Ausgleichsaufforstungen gibt es außerdem am Wasserwerk Rappenberghalde. Im ehemaligen Wasserbehälter Hauffsweg (westlich von Bebenhausen) planen die SWT den Bau eines neuen Fledermaus-Quartiers.
