Trafo fing Feuer: Stromausfall in Tübingen: „singuläres Ereignis“

Am Wochenende gab es in Tübingen einen Stromausfall. Brandstiftung war wohl nicht im Spiel, die meisten Kunden hatten bereits nach einer halben Stunde wieder Strom.
Roberto Pfeil/dpa- Trafo-Brand in Tübingen-West: ab 9.44 Uhr Stromausfall für 773 Haushalte
- Erste 653 Haushalte um 10.08 Uhr wieder versorgt, letzte 120 um 16 Uhr
- Ursache unklar; Stadtwerke sehen keine Hinweise auf Brandstiftung
- Feuerwehr löschte mit CO2; 11 Stadtwerke-Monteure stellten Versorgung wieder her
- Station in der Herrenberger Straße muss wegen Schäden vollständig saniert werden
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nicht einmal für ein kurzes Tischtennis-Match hätte der Stromausfall am Sonntagmorgen gereicht, denn für die meisten Stromkunden war der Zwischenfall am Vormittag des 22. Februar schnell vorbei: Um 9.44 Uhr legte ein Trafo-Brand ein größeres Gebiet im Tübinger Westen lahm, um 10.08 Uhr, so Stadtwerke-Sprecher Ulrich Schermaul, wurden die ersten 653 Haushalte schon wieder zugeschaltet. Immerhin 773 Gebäude insgesamt hatte es erwischt. Die letzten 120 direkt um die Station wurden um 16 Uhr wieder versorgt.
Erste Ursache war der Brand eines einzelnen Trafos in der Herrenberger Straße in der Tübinger Weststadt. Durch den Brand kam es zu einem Kurzschluss, der die Sicherungen in der Mittelspannungs-Versorgung auslöste. Elf weitere Trafos waren an diesem Strang angeschlossen, die jeweils einen Teil der umliegenden Haushalte versorgten. Auch die Hauptwache der Tübinger Feuerwehr war betroffen.
Feuerwehrleute bekämpften den Trafo-Brand mit Kohlenstoffdioxid-Löschern dennoch erfolgreich, 11 Monteure und Meister der Stadtwerke übernahmen das Technische. Nach dem Freischalten der betroffenen Station konnten die umliegenden Trafos wieder versorgt werden. Die Schäden am Trafo sind von einer Art, dass nach Auskunft der Stadtwerke die Brandursache nicht mehr einwandfrei geklärt werden könne. Der Versorger hat allerdings auch keine Hinweise auf Fremdeinwirkung festgestellt.
In den sozialen Netzwerken kamen, wie nicht selten in ähnlichen Fällen aktuell, Spekulationen auf um politische Hintergründe. Andere Reflexe richteten sich gegen den Strommix in Tübingen, der bekanntlich einen hohen Anteil an Erneuerbaren enthält. „Ein Brand in einer Trafostation ist ein singuläres Ereignis wie auch Blitzeinschlag, Baggerbiss oder Materialermüdung, das in der Stromnetzinfrastruktur nie gänzlich ausgeschlossen werden kann“, so SWT-Sprecher Schermaul. „Solche Ereignisse in einen übergeordneten oder allgemeinen Kontext mit der Stromversorgung zu setzen, ist aus Sicht der SWT nicht sinnvoll, weil kein Zusammenhang besteht.“
Nach Auskunft der Stadtwerke waren die Brandschäden an der Niederspannungshauptverteilung innerhalb der Trafostation so erheblich, dass die Trafostation vollständig saniert werden muss.

