Tochtertrick in Tübingen
: Seniorin am Telefon um Schmuck betrogen – das rät die Polizei

Am Dienstag ist eine ältere Frau aus Tübingen mittels Schockanruf betrogen worden. Die Betrüger gaben sich als Polizeibeamte aus und täuschten eine Notsituation vor.
Von
Ronja Engels
Tübingen
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Seniorin am Telefon: ILLUSTRATION - 11.10.2019, Bayern, Würzburg: Eine ältere Frau telefoniert mit einem schnurlosen Festnetztelefon (Illustration). (zu dpa: «98-Jährige fällt auf Schockanruf rein - Bank ruft Polizei») Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Symbolbild.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
  • Eine ältere Frau aus Tübingen wurde Opfer eines Schockanrufs und verlor Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro.
  • Die Betrüger gaben sich als ihre Tochter und ein Polizist aus, der eine hohe Kaution forderte.
  • Die Polizei rät, bei solchen Anrufen sofort aufzulegen und die 110 zu wählen.
  • Weitere Informationen finden Sie auf www.polizei-beratung.de.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Dienstag, 11. März, erhielt die Tübingerin um die Mittagszeit einen Anruf von einer unbekannten Frau, die sich als ihre Tochter ausgab. Die Frau berichtete der Seniorin, sie habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Daraufhin übernahm ein Mann das Telefonat, der sich als Polizist ausgab. Er erklärte der Frau, die laut Polizei über 80 Jahre alt ist, sie müsse eine hohe Kaution zahlen, damit die Tochter nicht in Untersuchungshaft komme.

Die Frau glaubte den Telefonbetrügern und übergab am Nachmittag einem Komplizen der Anrufer Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro an ihrer Adresse. Der Mann ist laut Polizei etwa 30 Jahre alt, schlank und hat dunkle Haare. Er trug eine dunkle Jeans und ein dunkles Shirt.

Als der Tübingerin der Betrug später auffiel, erstattete sie Anzeige. Für eine Fahndung war es da bereits zu spät, so die Polizei. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei laufen.

Die Polizei rät: Sofort auflegen bei Schockanrufen

Die Seniorin wurde Opfer eines sogenannten Schockanrufs, bei dem zwei Betrugsmaschen kombiniert werden: Die Polizei spricht vom Enkel- beziehungsweise Tochtertrick und dem Callcenter-Betrug. Dabei geben Betrüger sich am Telefon als Verwandte, Polizisten oder Rechtsanwälte aus und täuschen eine Notsituation vor. Damit versuchen sie die – meist älteren – Opfer dazu zu bringen, Geld oder Wertsachen, wie etwa wertvollen Schmuck, an sie zu übergeben.

Die Betrüger setzen auf den Schockmoment und drängen ihre Opfer zu unüberlegten, schnellen Entscheidungen – etwa einer Vorauszahlung. Dabei ist eine ärztliche Behandlung eines Unfallopfers oder eine Haftvermeidung nie von einer Vorauszahlung abhängig, erklärt die Polizei.

Die Polizei rät: Wenn Unbekannte am Telefon Geld oder Wertsachen fordern, sollte man direkt auflegen und die 110 wählen. Danach sollte man die Angehörigen unter der bekannten Nummer anrufen und nicht den vermeintlichen Betrüger zurückrufen.

Weitere Informationen der Polizei finden Sie unter www.polizei-beratung.de.