Zimmertheater Tübingen
: Peer Ripberger kündigt zum Ende der Spielzeit

Das ITZ und die Kulturbürgermeisterin sprechen von „unüberbrückbaren Differenzen“: Hintergrund sind die Sparvorgaben der Stadt.
Von
Peter Ertle
Tübingen
Jetzt in der App anhören
Peer Ripberger

Peer Ripberger

Ken Werner
  • Peer Ripberger tritt als ITZ-Intendant zum 31. August zurück.
  • Grund: Kürzung der städtischen Theaterförderung um über 26% ab 2026.
  • Sparmaßnahmen würden Entlassungen und Spielbetriebseinstellung erfordern.
  • Kaufmännischer Leiter Roman Pertl kündigt ebenfalls.
  • Kulturbürgermeisterin Schäfer-Vogel bedauert die Kündigungen, bleibt aber optimistisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Peer Mia Ripberger hat gestern nach einem Gespräch mit Kulturbürgermeisterin Gundula Schäfer-Vogel seinen Rücktritt als ITZ-Intendant vorzeitig zum 31. August eingereicht. Er sah sich zu diesem Schritt veranlasst, „weil ich die Konsequenzen der durch die Stadtverwaltung herbeigeführten und vom Gemeinderat beschlossenen Kürzung der kommunalen Förderung des Theaters um über 26 Prozent ab dem Jahr 2026 als Geschäftsführer nicht verantworten kann“, heißt es in einer Presserklärung des Theaters.

Und weiter: „Die Sparmaßnahmen umzusetzen, würde die Kündigung nahezu aller Arbeitsverträge im Herbst 2026 und die Einstellung des Spielbetriebs im Frühjahr erfordern.“ Auch der kaufmännische Leiter Roman Pertl zieht Konsequenzen und teilte mit, seinen Vertrag mit der Gesellschaft vorzeitig auflösen zu wollen.

Kulturbürgermeisterin Gundula Schäfer-Vogel bestätigte auf Rückfrage des TAGBLATTS die unüberbrückbaren Differenzen, von denen auch Ripberger spricht, gab aber nochmal ihrer Überzeugung Ausdruck, auch vor dem Hintergrund von 290.000 einzusparenden Euro könne mit den verbleibenden 800.000 Euro immer noch gutes Theater gemacht werden – in anderen Städten gehe das auch. Sie schätze die Arbeit am ITZ und bedaure die Kündigung.

Man gehe jetzt zügig auf die Suche nach einer Nachfolge, „und zwar nicht irgendeiner.“ Ein Halbsatz, der neugierig macht – doch näher ausführen wollte Schäfer-Vogel das nicht. Ripberger, der gestern das Ensemble von seinem Entschluss informierte, schreibt: „Ich bin stolz auf den seit 2018 zurückgelegten Weg. Der Weggang vom Zimmertheater fällt mir nicht leicht.“