Kreis Tübingen
: Streik in Kitas und Verwaltung – diese Gemeinden trifft es am Dienstag

Stadtverwaltung, Kitas, Kreisparkasse und andere sind am Dienstag, 11.02.2025, zur Arbeitsniederlegung aufgerufen – in Tübingen, Ammerbuch und Ofterdingen.
Von
Sabine Lohr
Tübingen
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Symbolbild Streik

Am Dienstag wird der öffentliche Dienst in Tübingen, Ammerbuch und Ofterdingen bestreikt.

Carolin Albers/Archiv
  • Öffentlicher Dienst in Tübingen, Ammerbuch und Ofterdingen streikt am 11. Februar.
  • betroffene Bereiche: Stadtverwaltungen, Kitas, Servicebetriebe, Stadtwerke, u.a.
  • Kundgebung um 10:30 Uhr auf dem Marktplatz in Tübingen.
  • Verdi fordert 8% mehr Lohn, mindestens 350 Euro mehr und höhere Zuschläge.
  • Tarifverhandlungen am 17./18. Februar und 14.-16. März in Potsdam.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreike im öffentlichen Dienst aus. Auch Tübingen, Ammerbuch und Ofterdingen sind davon betroffen. Zur ganztägigen Arbeitsniederlegung am Dienstag 11. Februar sind die Stadtverwaltungen, die Kitas, die kommunalen Servicebetriebe, die  Stadtwerke, das Landratsamt, die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Tübingen, die Musikschule, die Kreisparkasse, die Sophienpflege, die KBF und die Gemeinden Ammerbuch und Ofterdingen aufgerufen. Eine Kundgebung beginnt um 10.30 Uhr auf dem Marktplatz in Tübingen mit der stellvertretenden Verdi-Landesbezirksleiterin Maike Schollenberger.

Auch Stadtwerke Tübingen vom Streik betroffen

Neben den bereits genannten Einrichtungen werden auch Angestellten der Stadtwerke Tübingen am 11. Februar streiken. Für Notfälle haben die Stadtwerke mit der Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung getroffen, die eine Besetzung der Leitwarte und die Bereitstellung des technischen Bereitschaftsdienstes gewährleistet.

Am Streiktag bleiben das Uhlandbad ganztägig und das Hallenbad Nord inkl. Sauna bis 15 Uhr geschlossen. Das Kundenzentrum in der Eisenhutstraße 6 bleibt den ganzen Tag über geschlossen. Der telefonische Kundenservice und andere Serviceleistungen der Stadtwerke sind an diesem Tag eingeschränkt oder nicht verfügbar.

Verdi fordert in der Tarifrunde 2025 für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung um acht Prozent, mindestens aber 350 Euro mehr monatlich und höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 200 Euro monatlich angehoben werden. Außerdem fordert Verdi drei zusätzliche freie Tage, um der hohen Verdichtung der Arbeit etwas entgegenzusetzen. Für mehr Zeitsouveränität und Flexibilität soll zudem ein „Meine-Zeit-Konto“ sorgen, über das Beschäftigte selbst verfügen können.

Ergebnis auch für andere

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen ist am Montag und Dienstag, 17. und 18. Februar in Potsdam. Die dritte Runde ist vom 14. bis 16. März ebenfalls in Potsdam angesetzt. Das Tarifergebnis soll laut Verdi zeit- und wirkungsgleich auf Beamte, Richter, Soldaten sowie auf Versorgungsempfänger übertragen werden.

In Baden-Württemberg sind nach Angaben des Kommunalen Arbeitgeberverbands (KAV) 385.000 Beschäftigte von den Tarifverhandlungen betroffen. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes am Stichtag 30. Juni 2023 arbeiten davon rund 248.000 Tarifbeschäftigte bei den Kommunen.