Tag des offenen Denkmals
: Auf Erkundungstour durch Tübingens Denkmäler

Am Sonntag, 13. September, ist der Tag des offenen Denkmals. Auch in Tübingen gibt es verschiedene Führungen und Vorträge zu historischen Bauten im Stadtgebiet. Eine Übersicht.
Von
red/jut
Tübingen
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Tübingen Schloss Hohentübingen Schlossberg Stiftskirche

Am Tag des offenen Denkmals können verschiedene geschichtsträchtige Orte in Tübingen erkundet werden. Etwa wie hier zu sehen das Schloss Hohentübingen, oder die Stiftskirche.

Holger Weyhmüller
  • Am Sonntag, 13. September, öffnen Tübingens Denkmäler für Führungen und Vorträge.
  • ICFA-Rundgang: Start 11 Uhr, Treffpunkt Doblerstraße 25 – Anmeldung bis 10. September per E-Mail.
  • Pfleghof-Kapelle: stündlich Kurzvortrag mit Orgelkonzert, Führungen im Foyer, nicht barrierefrei.
  • Schloss Hohentübingen: 10–17 Uhr freier Eintritt, stündliche Führungen und Vorträge, Treffpunkt Kasse.
  • Thiepval-Kaserne und Stiftskirche: Führungen bzw. Turmöffnung; Aktionen für alle Altersgruppen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Villen des Deutsch-Französischen Kulturinstituts

Das Gebäude des Deutsch-Französischen Kulturinstituts (ICFA) in der Doblerstraße 25 wurde 1921 für einen württembergischen Prinzen errichtet. 1946 gründete die Militärregierung der französischen Garnison dort das „Centre d’Études françaises“. 1964 wurde daraus das „Institut français“, bevor 1976 dann die Umbenennung in „Deutsch-Französisches Kulturinstitut“ erfolgte.

Auf einer 90-minütigen historischen Spurensuche geht es von der Villa der Normannia in der Stauffenbergstraße zum heutigen Sitz des ICFA in der Doblerstraße 25. Der Rundgang beleuchtet die Anfänge des ICFA und die Entwicklung der deutsch-französischen Kulturarbeit in Tübingen. Für Kinder gibt es begleitend eine Schatzsuche entlang der historischen Stationen.

Beginn der Führung ist um 11 Uhr. Treffpunkt ist das ICFA, Doblerstraße 25. Eine Anmeldung  bis zum Donnerstag, 10. September, ist erforderlich. Bei Anmeldung mit Kind bitte das Alter angeben. Anmeldung per E-Mail unter: info@icfa-tuebingen.de

Die Kapelle im Pfleghof

Gedacht war sie als Hauskapelle der im Pfleghof arbeitenden Mönche des Klosters Bebenhausen. Nach dem Auszug der Mönche diente die Kapelle noch in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts als Gottesdienstraum. Heute wird sie durch das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Tübingen genutzt.

Zwischen 11 und 15 Uhr gibt es immer zur vollen Stunde einen Kurzvortrag zur Geschichte der Kapelle, gefolgt von einem 15-minütigen Konzert an der französischen Orgel. Immer zur halben Stunde erwartet Besucherinnen und Besucher eine Führung durch die Highlights der Instrumentensammlung im Foyer. Die Fachschaft des Musikwissenschaftlichen Instituts bewirtet mit Getränken, Kaffee und Kuchen.

Die Kapelle ist nicht barrierefrei zugänglich.

Schloss Hohentübingen

Das Schloss Hohentübingen öffnet am Tag des offenen Denkmals von 10 bis 17 Uhr seine Tore. Besucherinnen und Besucher können kostenlos das Museum erkunden und an verschiedenen Vorträgen und Führungen durch das Schloss und das Museum Alte Kulturen teilnehmen. Treffpunkt zu allen Führungen ist die Museumskasse.

  • 11 Uhr: Führung durch die Sonderausstellung „Was bleibt. Evamarie Sanders Leben, Familie und Wissenschaft“ und Vortrag „Von Argos bis Idefix – Der Hund als bester Freund des Menschen seit Jahrtausenden“
  • 12 Uhr: Schlossführung
  • 13 Uhr: Vortrag und Führung zu dem Thema „Von der Burg zum Schloss. Hohentübingen zwischen Pfalzgrafen und Herzog Ulrich“
  • 14 Uhr: Große Schloss- und Museumsführung mit Museumsdirektor Prof. Dr. Ernst Seidl
  • 15 Uhr: Highlight-Führung im Museum
  • 16 Uhr: Schlossführung

Ehemaliges Stabsgebäude der Thiepval-Kaserne

Das ehemalige Stabsgebäude der Thiepval-Kaserne in der Schellingstraße 6 wurde 1873 als Infanteriekaserne im Stil des toskanischen Palazzo Vecchio erbaut. Mit dem Bau einer neuen Kaserne am Galgenberg galt die Anlage ab 1914 als „Alte Kaserne“. 1938 wurde sie durch die Nationalsozialisten in „Thiepvalkaserne“ umbenannt, nach einem im Ersten Weltkrieg zerstörten Dorf in Nordfrankreich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von französischen Streitkräften genutzt. 2001 gründete sich der Förderverein „Kulturdenkmal Schellingstraße 6“ zur Unterstützung der Sanierung. Heute befindet sich dort ein selbstverwaltetes Wohnprojekt.

Um 12, 14 und 16 Uhr gibt es jeweils eine 60-minütige Führung durch das Kulturdenkmal in der Schellingstraße. Zudem wartet ein Kuchenbuffet. Die Toiletten im Keller sind nur über Treppen erreichbar.

Stiftskirche St. Georg

Die evangelische Stiftskirche St. Georg wurde 1470 erbaut und ist die zentrale Kirche der Universitätsstadt Tübingen. Der Chor diente bis 1547 als Hörsaal der Universität. Neben Ausstattungselementen der Spätgotik wie Chorfenstern, Lettner, Kanzel und Altarbild prägen auch zwei große Umbauphasen im 19. Jahrhundert und 1962 das Erscheinungsbild der Kirche. Die Stiftskirche vereint unterschiedliche Epochen und Entwicklungen der Bau- und Nutzungsgeschichte in einem historischen Raum. Der Turm prägt das Stadtbild Tübingens und ermöglicht einen weiten Blick über die Altstadt.

Zwischen 11 und 18 Uhr wird der Turm der Stiftskirche für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Von 11 bis 14 Uhr gibt es verschiedene Führungen. Außerdem werden unterschiedliche Mitmachaktionen wie ein Quiz, Spiele, oder Lesungen für Menschen jeden Alters angeboten.