Universität: Studium Generale an der Uni Tübingen: Islam und Kunst

Am Tag der offenen Moschee (hier die Zentralmoschee in Köln/Ehrenfeld) präsentieren sich die Muslime der Öffentlichkeit. Muslimisches Leben in Deutschland ist Thema bei der nächsten Studium generale-Reihe.
Panama Pictures/actionpressDas Studium Generale der Universität Tübingen startet am Montag, 21. Oktober, mit drei großen Themen. Es geht um die Rolle ästhetischer Praktiken in unterschiedlichen sozialen Feldern, um muslimisches Leben in Deutschland und um Rechtsextremismusforschung. Die kostenlosen Veranstaltungen finden im Hörsaalgebäude Kupferbau (Hölderlinstraße 5, 72074 Tübingen) statt.
In der Reihe Andere Ästhetik – Kunst und Gesellschaft in der Vormoderne (Montag, 18.15 Uhr, Hörsaal 25) wird gefragt: Was ist Kunst? Was darf sie – und was nicht? Ist sie autonom oder heteronom, zweckfrei (vielleicht auch zwecklos?) oder erfüllt sie als soziale Praxis Aufgaben und Zwecke in der Lebenswelt? Der Sonderforschungsbereich „Andere Ästhetik“ widmet sich der Frage, welche Rolle ästhetische Praktiken in unterschiedlichen sozialen Feldern spielen. Die Veranstalter möchten durch die Auseinandersetzung mit ästhetischen Phänomenen von der Antike bis zur Frühen Neuzeit auch einen neuen Blick für ästhetische Praktiken und Diskurse der Gegenwart öffnen.
Musliminnen und Muslime sind längst zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft geworden. Laut einer Hochrechnung der Studie „Muslimisches Leben in Deutschland 2020“ im Auftrag der Deutschen Islamkonferenz (DIK) leben zwischen fast 5,6 Millionen Muslime in Deutschland. Das Zentrum für Islamische Theologie betrachtet Muslimisches Leben in Deutschland: Rechtliche Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Diskurse und muslimische Vielfalt (Dienstag, 18:15 Uhr, Hörsaal 25) gemeinsam mit nichtmuslimischen Rednern sowie Alumni der Universität Tübingen. Mit der Reihe will das Zentrum einen Beitrag zum Diskurs über den Islam und Muslime in Deutschland leisten und der Pluralität und Ambiguität islamischer Glaubens- und Lebensformen besondere Aufmerksamkeit schenken.
Die extreme Rechte stellt eine ernsthafte Bedrohung für die offene Gesellschaft, für den demokratischen Verfassungsstaat sowie für alle Menschen dar. Mit der Ringvorlesung Rechtsextremismus: Erforschen und Entgegentreten (Mittwoch, 18:15 Uhr, Hörsaal 25) präsentiert sich das im Mai 2023 neu gegründete Institut für Rechtsextremismusforschung (IRex) der Öffentlichkeit. Aufgabe der Rechtsextremismusforschung ist es, die politischen, medialen und gesellschaftlichen Funktionsweisen des Rechtsextremismus zu verstehen und Politik und Gesellschaft beim Zurückdrängen der extremen Rechten aktiv zu unterstützen.
Das vollständige Programm findet man auf der Homepage der Uni: www.uni-tuebingen.de/studium-generale.