Studie der AOK Neckar-Alb
: Starker Anstieg von Hautkrebs bei Männern in der Region Tübingen

Die AOK Neckar-Alb meldet steigende Behandlungszahlen von Hautkrebs in Tübingen und Reutlingen.
Von
Elena Skoko
Tübingen
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Hautscreening: Neue Möglichkeiten durch KI / Innovative Methoden könnten helfen, die Früherkennung von Hautkrebs weiter zu verbessern.

Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen beim Haus- oder Hautarzt helfen.

Getty Images/E+/urbazon/Wort & Bild Verlagsgruppe - Gesundheitsmeldungen/obs/dpa
  • AOK Neckar-Alb meldet mehr Hautkrebsfälle in Tübingen und Reutlingen.
  • Vergleich zu 2019: In Tübingen plus 11,28 %, in Reutlingen plus 2,97 % pro Jahr.
  • Männer besonders betroffen – in Tübingen plus 13,84 %, in Reutlingen plus 5,35 % jährlich.
  • 2024: 415 Diagnosen in Tübingen, 488 in Reutlingen, davon 97 bzw. 87 schwarzer Krebs.
  • AOK sieht weiter steigende Zahlen und rät zu Schutz, Meidung der Mittagssonne und Vorsorge.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Mit höheren Temperaturen im Frühling setzen sich Menschen vermehrt der Sonne und ihrer UV-Strahlung aus. Die UV-Strahlung ist neben dem eigenen Hauttyp der bedeutendste Risikofaktor. Hautkrebs kann durch Sonnenbrände entstehen und wenn man als Kind zu viel der Sonne ausgesetzt war.

Unterschieden wird zwischen dem schwarzen Hautkrebs und dem weißen oder hellen Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs geht von den pigmentbildenden Zellen aus und kann bereits in jungen Jahren auftreten. Der helle Hautkrebs tritt normalerweise erst im höheren Lebensalter auf.

Vergleich zum Jahr 2019

2019 gab es bei 293 Menschen aus dem Landkreis Tübingen und bei 440 Menschen im Landkreis Reutlingen Hautkrebs-Diagnosen. Die Diagnosen sind in den vergangenen fünf Jahren jährlich angestiegen. In der Region Tübingen um 11,28 Prozent und in der Region Reutlingen um 2,97 Prozent. Auffällig zeigt sich der Anstieg bei den Männern um jährlich 13,84 Prozent in Tübingen und 5,35 Prozent in Reutlingen. Im Jahr 2024 wurde bei 415 Menschen aus dem Landkreis Tübingen und bei 488 Menschen im Landkreis Reutlingen Hautkrebs diagnostiziert. Bei 97 aus Tübingen und 87 aus Reutlingen war es schwarzer Hautkrebs. Bei den Zahlen handelt es sich um AOK-Versicherte. Laut Pressesprecherin sind es repräsentative Daten, da die AOK einen Marktanteil von 53 Prozent in der Region Neckar-Alb habe.

Der Anstieg im Landkreis Tübingen ist fast doppelt so hoch wie der durchschnittliche Anstieg in der gesamten Region Neckar-Alb. Er ist auch mit plus 3,61 Prozent deutlich höher als der jährliche Anstieg auf Landesebene.

Einschätzung und Prävention

Die AOK Baden-Württemberg geht davon aus, dass die Hautkrebszahlen in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden. Durch den Klimawandel kommt es zu einer steigenden Zahl von Sonnenstunden, Veränderungen in den oberen Luftschichten und einer erhöhten UV-Strahlenbelastung. Dazu kommt, dass sich Menschen normalerweise bei höheren Temperaturen vermehrt der Sonne aussetzen.

Aber es gibt einige Tipps. Starke Sonneneinstrahlung, vor allem zur Mittagszeit, sollte gemieden werden. In der Nähe von stark reflektierenden Oberflächen wie Wasser oder Schnee kann die UV-Strahlenbelastung höher sein. Empfohlen werden das Tragen von schützender Kleidung mit Kopfbedeckung und gutes Eincremen von Hautstellen, die nicht anders geschützt werden können. Auch Lippenschutz nicht vergessen. Die Augen können durch zertifizierte Sonnenbrillen geschützt werden, Solarium-Besuche vermeiden und mit regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen bei Haus- oder Hautarzt ist schon viel geholfen.