Stocherkahnrennen
: Trommelwirbel für 57 Teams

Am Donnerstag, 15. Juni, ist es wieder soweit: 57 studentische Verbindungen und Vereinigungen stochern um den Sieg.
Von
hoy
Tübingen

Schwäbisches Tagblatt

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Zum 62. Tübinger Stocherkahnrennen an Fronleichnam werden wieder rund 15 000 Zuschauer erwartet. Ausrichter in diesem Jahr ist die Verbindung Corps Borussia. Die Kähne starten – diesmal mit lautstarker Unterstützung einer Trommlergruppe – unter der Fußgängerbrücke in der Ernst-Bloch-Straße, stochern Neckar aufwärts unter der Eberhardsbrücke durch, kurven um Bügeleisen und Nadelöhr herum. Beliebtester Schauplatz für Zaungäste ist die Eberhardsbrücke. Die Stadtverwaltung bittet daher, Fahrräder nicht auf der Brücke abzustellen. Auch die Treppen zur Neckarinsel sollten nicht als Standort zum Zuschauen genutzt werden, es könnte sonst zu „Knäuelbildung“ kommen.

Vor dem eigentlichen Rennen gibt‘s um 13 Uhr eine Kostümparade der Stocherkahn-Teams. Für das originellste Outfit gibt‘s einen eigenen Preis. Gut zu beobachten ist sie zwischen Hölderlinturm und der Zwingelmauer. Das eigentliche Rennen beginnt um 14 Uhr. Die anschließende Siegerehrung um 15 Uhr wird dieses Jahr nicht auf dem Neckarfloß sein, sondern auf der Neckarinsel in der Nähe der Eberhardsbrücke. Dort wird eine Bühne aufgestellt – der Verlierer muss wie üblich einen halben Liter Lebertran auf Ex trinken, also ohne das Glas abzusetzen, und hat das nächste Rennen auszurichten.

Für das leibliche Wohl (Getränke, gegrillte Rote) der Gäste an der Eberhardsbrücke sorgt dieses Mal die Freiwillige Feuerwehr. Zuschauer, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen möchten, werden gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen. Das Stocherkahnrennen gibt es seit 1956. Es wurde bei der Taufe des neuen Kahns der Verbindung Tübinger Lichtenstein von Uli Gölthenboth und Rainer Walz erfunden.