Stellungnahme der Uni Tübingen: Der Boden sei zu verdichtet, Bäume wachsen dort nicht

Man könnte ja meinen, dass es schon genügend Bäume rund um die Morgenstelle gibt.
Carolin Albers/Archiv- Uni Tübingen: Verdichteter Boden vor dem Hörsaalzentrum verhindert Baumpflanzungen.
- Fläche dient als Hubschrauberlandeplatz und bleibt daher frei von Hindernissen.
- Nachhaltigkeit hat Priorität: Prorektorat eingerichtet, PV-Anlagen auf Dächern geplant.
- Studierendenrat fordert verbindliche Klimaanpassungsmaßnahmen und Mitgestaltung.
- Uni betont aktive Einbindung von Studierenden und Mitarbeitenden in Nachhaltigkeitsstrategie.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die anonymen Baumpflanz-Aktivisten, die in der Nacht vom 16. auf den 17. November Bäume auf der freien Fläche vor dem Hörsaalzentrum der Morgenstelle gepflanzt haben, werden sich wohl mit dem Symbolcharakter ihrer Aktion begnügen müssen. Wie die Uni-Pressestelle am Freitag, 21. November, in einer Stellungnahme mitteilt, sei der Boden dort aktuell so stark verdichtet, dass er sich nicht für die Anpflanzung von Bäumen eigne.
Prorektorat für Nachhaltige Entwicklung
Die nachhaltige Begrünung des Campus' liege durchaus im Interesse der Uni: „Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und ein verantwortungsvolles Flächenmanagement haben für die Universität Tübingen höchste Priorität. Die Universität Tübingen hat sich in einem ganzheitlich institutionellen Ansatz zu einer nachhaltigen Entwicklung verpflichtet und unterstützt aktiv das Ziel einer klimaneutralen Landesverwaltung bis 2030.“ Im vergangenen Jahr wurde eigens ein Prorektorat für Nachhaltige Entwicklung eingerichtet, um die Umweltbilanz der Universität weiter zu verbessern.
„Weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen wurden bereits umgesetzt oder sind geplant“, heißt es in der Stellungnahme. Alle Dächer der Morgenstelle und im Talbereich sollen in den kommenden Jahren mit PV-Anlagen ausgestattet werden, viele Dachflächen seien es bereits. Zudem werde geprüft, ob auch die Fassaden der Hochhäuser auf der Morgenstelle für die PV-Nutzung in Betracht kommen. Für Bäume, wie gesagt, eignen sich die Flächen zwischen den Häusern aber nicht. „Nicht jede Freifläche ist für umfassende Begrünungsmaßnahmen geeignet: Teile der Fläche vor dem Hörsaalzentrum Morgenstelle dienen als Hubschrauberlandeplatz für Notfälle und müssen daher frei von Hindernissen bleiben.“
Der Studierendenrat der Universität hatte der Uni-Leitung nach der anonymen Baumpflanz-Aktion vorgeworfen, dass sie in Bezug auf Begrünung seit Jahren nichts unternommen habe. Der Studierendenrat forderte konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung mit verbindlichem Zeitplan zu erarbeiten und umzusetzen. Außerdem sollen Studierende aktiv einbezogen werden in die Planung und Gestaltung von universitären Außenflächen und Aufenthaltsorten.
„Mitarbeitende in Forschung, Lehre und Verwaltung sowie Studierende sind aktiv in die umfassende Strategie für Nachhaltige Entwicklung eingebunden und werden von der Universitätsleitung unterstützt. Zusätzlich haben Studierende die Möglichkeit, die Zukunft der Universität und die Entwicklung des Campus aktiv über die Gremien mitzugestalten“, heißt es dazu von Uni-Seite.


Sie haben es wieder getan: Unbekannte verschickten falsche Pressemitteilungen und pflanzten Bäume – wie schon vor zwei Jahren.