Stadtwerke Tübingen: 2026 gelten neue Preise für Bäder, Parkhäuser, Trinkwasser und Fernwärme

Die Preise für EInzeltickets für die Tübinger Bäder bleiben gleich, Saisonkarten werden aber teurer.
Carolin Albers- Ab 1. Januar 2026 gelten in Tübingen neue Preise für Bäder, Parkhäuser und Trinkwasser.
- Einzeltickets für Bäder bleiben gleich, Saison- und Jahreskarten werden teurer.
- Parkgebühren steigen ab dem zweiten Takt um 10 Cent, Tagespreise bleiben konstant.
- Trinkwasserpreise erhöhen sich um 4,5 %, Fernwärmepreise bleiben stabil.
- Investitionen in Infrastruktur und gestiegene Kosten belasten die Stadtwerke Tübingen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ab 1. Januar gelten neue Preise in den Tübinger Bädern, Parkhäusern und für das Trinkwasser. Das hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Tübingen (SWT) beschlossen. Das Gremium bestätigt damit die Beschlüsse aus den Aufsichtsratssitzungen der SWT-Tochtergesellschaften TüBäder GmbH und TüParken GmbH.
Bei den Tübinger Bädern bleibt der Preis für ein Einzelticket für Erwachsene, der ermäßigte Eintritt sowie das Einzelticket für die Sauna unverändert. Der Einzeleintritt kostet weiter 5,80 Euro. Die Zehnerkarte kostet 50 Euro (bisher: 48 Euro). Die ermäßigte Zehnerkarte verteuert sich um 10 Cent pro Eintritt (3,10 Euro), die ermäßigte Einzelkarte bleibt unverändert (3,70 Euro). Die Sauna-Einzelkarte kostet nach wie vor 20 Euro, die Sauna-Zehnerkarte 190 Euro (bisher 180 Euro).
Eine Familienkarte fürs Freibad ist für 13,40 Euro (zwei Erwachsene und bis zu zwei Kinder) zu haben (bisher 13 Euro), beziehungsweise für 9,30 Euro (ein Erwachsener und bis zu zwei Kinder, was bisher 9 Euro kostete). Jedes weitere Kind kostet unverändert 2,40 Euro.
Die Saisonkarte kostet nächstes Jahr 115 Euro (bisher: 109 Euro), die Familien-Saisonkarte: 204 Euro (bisher: 198 Euro) und die Kinder-Bonus-Karte Junior 26 Euro (bisher: 25,50 Euro). Die Freibadsaison beginnt voraussichtlich um den 1. Mai und endet mit dem letzten Tag der Sommerferien am 13. September 2026. Dadurch können die beiden Hallenbäder nahtlos direkt am Tag nach der Freibadschließung öffnen, was insbesondere für Schulen, Vereine und Schwimmschulen wichtig ist. Strom- und Erdgaskunden der SWT erhalten mit der SWT-Vorteilskarte weiterhin 10 Prozent Rabatt auf alle Freibad-Saisonkarten.
Für Jahreskarten (alle Tübinger Bäder) gelten folgende Preise: Einzel-Jahreskarte: 335 Euro (bisher: 325 Euro), Familien-Jahreskarte: 418 Euro (bisher: 405 Euro) und Kreisbonuskarte Junior: 68 Euro (bisher: 66 Euro).
Die Erhöhungen kompensierten nur einen Teil der Mehrkosten, informieren die Stadtwerke in einer Pressemitteilung. „Nötige Sanierungen und steigende Reparaturkosten verschlechtern die Erlös- und Kostenstruktur“, heißt es. Jeder Bäderbesuch werde von den Stadtwerken im Schnitt mit 7,71 Euro bezuschusst. Der Verlust beim Bäderbetrieb steige tendenziell an und liege im Jahr 2024 bei 4,2 Millionen Euro.
Auch Parken wird teurer
Die Parkhaustarife in den Parkhäusern der SWT und der Tiefgarage Hauptbahnhof werden ab dem zweiten Takt teurer. Der erste Takt bleibt preislich unverändert. Dauerstellplätze verteuern sich um durchschnittlich rund 3 Prozent. Strom- und Erdgaskunden der SWT erhalten mit der kostenlosen SWT-Vorteilskarte die zweite halbe Stunde Parken kostenlos. Bisher galt der Rabatt im Parkhaus Altstadt-Mitte.
Im Parkhaus Altstadt-Mitte steigt der Parktarif ab dem zweiten 30-Minuten-Takt um 10 Cent (von 2,10 Euro auf 2,20 Euro). Inhaber der SWT-Vorteilskarte parken im Altstadt-Mitte in der zweiten halben Stunde kostenlos und sparen damit 1,20 Euro. Ab der zweiten Stunde kostet jede weitere angefangene halbe Stunde 1,30 Euro (bisher 1,20 Euro). Auch in den Parkhäusern Metropol und Altstadt-König steigen die Taktpreise ab dem zweiten Takt um 10 Cent. Die ersten 30 Minuten kosten somit weiterhin 1,00 Euro, die zweite halbe Stunde 1,10 Euro (bisher 1,00 Euro). Ab der 2. Stunde kostet jede weitere angefangene halbe Stunde 1,20 Euro (bisher 1,10 Euro). Im Neckar-Parkhaus erhöhen sich – bei gleichbleibendem Preis für den ersten 20-Minuten-Takt (0,80 Euro) – nur der zweite Takt um 10 Cent (bis 40 Minuten für 1,60 Euro). Ab der zweiten angefangenen Stunde wird der Stundentakt ebenfalls um 10 Cent teurer (von 2,10 Euro auf 2,20 Euro).
In der Tiefgarage Hauptbahnhof gibt es weiterhin die „Kiss & Ride“-Option mit 15 Gratisminuten für kurzes Ein- oder Aussteigenlassen. Die erste halbe Stunde bleibt preislich unverändert. Die erste volle Stunde kostet zukünftig 2,30 Euro (bisher 2,20 Euro), jede weitere angefangene Stunde dann 2,50 Euro (bisher 2,40 Euro). In allen Parkhäusern bleibt der maximale Tagespreis unverändert bei 19 Euro, in der Tiefgarage Hauptbahnhof bei 20 Euro.
Investitionen ins Trinkwassernetz
Die Trinkwasserpreise (Grund- und Verbrauchspreise) gehen ab Januar rauf. Ein Vier-Personen-Haushalt in einem Einfamilienhaus muss dann 4,5 Prozent mehr bezahlen. Als Grund für den Preisanstieg nennen die Stadtwerke Investitionen ins Trinkwassernetz. Stark gestiegene Zinssätze wirkten sich bei Großprojekten als zusätzliche Belastung aus. Die Stadtwerke verweisen etwa auf den neuen Wasserbehälter Käppele. Dazu kommt, dass der Wasserbedarf im eigenen Netz kontinuierlich sinkt. Der Trinkwasserabsatz habe sich – nach mehreren Jahren mit rückläufiger Absatzmenge – im Jahr 2025 stabilisiert. Die Mehrkosten ließen sich „weder durch den gleichbleibenden Absatz noch durch Einsparungen kompensieren“.
Die Preise für Fernwärme bleiben im nächsten Jahr stabil, informieren die SWT. Teilweise ergebe sich sogar eine kleine Senkung bei den Jahresgesamtkosten. Der Wegfall der Gasspeicherumlage sorgt zusammen mit niedrigeren Beschaffungskosten für Erdgas für eine deutliche Absenkung beim Arbeitspreis, der 2026 bei 11,19 Cent pro Kilowattstunde liegt. Erheblich angestiegen sind aber die CO₂-Emissionspreise – sowohl im europäischen als auch im nationalen Emissionshandel. „In der Gesamtkalkulation und unter Berücksichtigung dieser völlig unterschiedlich entwickelten Komponenten, ergeben sich für die Kunden leicht günstigere verbrauchsabhängigen Preisbestandteile.“ Grund- und Messpreis steigen demgegenüber insgesamt an. Dafür sorgen unter anderem gestiegene Werte beim Lohn- und Investitionsgüterindex.



Die Finanzprobleme der Kommunen treffen häufig Familien. Nächstes Jahr müssen viele wieder mit einem Kostenplus bei verschiedenen Posten rechnen.