Spendenaktion: Tübinger Schüler sammeln Kronkorken für krebskranke Kinder

Kronkorken Spendenaktion. Die fünf Schulklassen versammeln sich um alle gesammelten Kronkorken im Tübinger Ratssaal.
Anton Bandomer- Tübinger Schulklassen sammeln fast eine Million Kronkorken für krebskranke Kinder.
- 30 Klassen sammelten 1869,2 Kilo Kronkorken für 560 Euro Erlös.
- 7b der Waldorfschule gewann den Wettbewerb mit 301 Kilo.
- Preisverleihung durch Bürgermeister Boris Palmer im Tübinger Rathaus.
- Container auf Wertstoffhof für zukünftige Kronkorkensammlung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Ratssaal ist voll. Rund 100 Schüler und Schülerinnen, Lehrer und Eltern sitzen auf den Plätzen, auf denen normalerweise der Gemeinderat tagt. Die Stadt Tübingen hat einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem Schulklassen für zwei Monate innerhalb des Tübinger Stadtgebiets Kronkorken sammeln sollten. Kronkorken bestehen aus Metall, ein wertvoller Rohstoff, den die Firma AV Möck abkauft. Der Erlös geht an den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen. 30 Schulklassen haben an dem Wettbewerb teilgenommen und konnten zusammen 1869,2 Kilo sammeln. Das ergab 560 Euro, eine Summe, zu der die Firma AV Möck etwas dazu gab. Die fünf Schulklassen, die am meisten gesammelt haben, wurden ins Rathaus geladen und bekamen am Mittwoch, 29. Januar, einen Preis von Oberbürgermeister Boris Palmer verliehen.
Den ersten Preis – 300 Euro für die Klassenkasse – hat die Klasse 7b der Waldorfschule bekommen. Sie hat 301 Kilogramm Kronkorken gesammelt. Auf Platz zwei folgt die 3a der Grundschule an der Steinlach mit 260 Kilo. Die Klasse 2 der Grundschule Weilheim, die 3b der Aischbachschule und die 5a des Kepler-Gymnasiums belegen die Plätze drei bis fünf.
Vor der Preisverleihung herrscht lautes Durcheinander im Ratssaal. An den Plätzen der Stadträte stehen Mikrofone, in die die Räte normalerweise sprechen. Jetzt sind alle 40 gleichzeitig an und die Schüler testen mit Rufen, Geräuschen, Lachen, was die Lautsprecher hergegeben. Dann kommt Boris Palmer rein und der Saal unterbricht nur widerwillig sein Treiben. „2,2 Gramm wiegt ein einzelner Kronkorken“, sagt Palmer. „Was schätzt ihr, wie viele Kronkorken das bei 1869,2 Kilo sind?“ Bei 1869,20 Kilo ergibt das 849.636 Kronkorken, so der studierte Mathematiker. Und wie findet man so viele Kronkorken? Die Schüler klären auf: Bei Festen in Turnhallen haben sie Boxen aufgestellt, außerdem haben sie viele Kronkorken aus der Gastronomie bekommen. Und eine Schülerin habe einen ganzen Berg unter einer Brücke gefunden. Bevor die Gewinner verkündet werden, bedankt sich Anton Hofmann, der Vorsitzende des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen. „Ich habe mich richtig gefreut, als ich von dem Wettbewerb erfahren habe.“ Es sei besonders lobenswert, wenn Kinder anderen Kindern helfen. Durch die Spende könne Forschung für krebskranke Kinder und Angebote für die betroffenen Familien finanziert werden.
Ab sofort wird es auf dem Wertstoffhof in der Sindelfinger Straße einen Container geben, in dem Kronkorken gesammelt werden. Der Erlös daraus soll weiterhin an den Verein für krebskranke Kinder gehen.

Die Klasse 7b der Tübinger Waldorfschule hat den ersten Platz im Kronkorken-Wettbewerb belegt. 301 Kilo haben sie gesammelt.
Anton Bandomer