Spendenaktion in Tübingen: Nach Wette mit Dieter Thomas Kuhn und Palmer: Klinik im Kongo fertig

Das Balkonkonzert lockte 2024 viele Zuschauer an: Dieter Thomas Kuhn (rechts) und Philipp Feldkeller (links) performten auf dem Balkon des Tübinger Rathauses.
Anne Faden / Archiv- Tübinger Spendenaktion bringt über 130.000 Euro für Klinikbau im Kongo ein.
- Klinik in der Demokratischen Republik Kongo gebaut und ausgestattet, Frauenversorgung verbessert.
- Wette mit Boris Palmer, Dieter Thomas Kuhn und Difäm führte zum Erfolg.
- Gratis-Konzert von Dieter Thomas Kuhn als Wetteinsatz lockte viele Zuschauer 2024 an.
- Difäm bittet um weitere Spenden, um Frauen nach Gewalt medizinisch zu helfen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Mehr als 130.000 Euro hat die Wette von Boris Palmer, Dieter Thomas Kuhn und dem Deutschen Institut für Ärztliche Mission eingebracht – und damit einen Klinikbau im Kongo ermöglicht.
Ein Jahr nach dem Mini-Konzert von Dieter Thomas Kuhn vom Tübinger Rathausbalkon ist das Ziel der Aktion im Zuge einer Tübinger „Stadtwette“ erreicht: Die Klinik in der Demokratischen Republik Kongo ist mit den mehr als 130.000 Euro eingesammelten Spenden gebaut und ausgestattet, teilt das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) mit. „Die Klinik ist fertig und Frauen mit Vaginalfisteln können schon bald besser versorgt werden“, heißt es in der Mitteilung der Organisation.
Innerhalb weniger Wochen übertroffen
In Form einer „Stadtwette“ angelehnt an das beliebte „Wetten, dass...?“-Format hatten Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, der Musiker Dieter Thomas Kuhn und die damalige Difäm-Direktorin Gisela Schneider die Spendenaktion Anfang November 2024 gestartet: Ein Euro von jedem der 91.000 Einwohner in Tübingen war ihr Ziel. Als das Trio das innerhalb weniger Wochen übertroffen hatte, war der Wetteinsatz fällig: ein kleines Gratis-Konzert von Dieter Thomas Kuhn und seinem Bandkollegen Philipp Feldtkeller vom Tübinger Rathausbalkon.
„Vor einem Jahr haben wir gemeinsam gewettet – und wir haben gemeinsam gewonnen. Dank Ihrer Spenden steht die Klinik im Ostkongo heute. Dafür möchte ich Ihnen von Herzen danken“, sagt Palmer in der Difäm-Mitteilung. Von vor Ort im Kongo meldete sich der Difäm-Partner Claude Idring’i: „Mit der neuen Klinik können wir vielen Frauen nach extremer sexualisierter Gewalt helfen, ihnen Hoffnung schenken und ihnen ihre Würde zurückgeben.“
Krank und ausgegrenzt
Aufgrund der vielen Geburten ohne medizinische Begleitung und der im Bürgerkrieg systematisch eingesetzten sexualisierten Gewalt sind Fisteln in der Demokratischen Republik Kongo vergleichsweise häufig anzutreffen, teilt das Deutsche Institut für Ärztliche Mission (Difäm) mit. „Sie bringen großes Leid über die Frauen, da meist Inkontinenz und in der Folge Ausgrenzung und Diskriminierung die Krankheit begleiten.“
Difäm bedankt sich, bittet aber: „Spenden Sie weiter. Die wenigsten Frauen können die Kosten für die Operation selbst tragen.“ Damit sie überhaupt wissen, dass ihnen geholfen werden kann, fährt ein Team in die entlegensten Gemeinden, um zu informieren. Deshalb freut sich Difäm weiterhin über jede Unterstützung: www.tuebingen-wettet.de