Boris Palmer auf Social Media: Aufregung wegen angeblicher Messerattacke am Lustnauer Tor

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer postete wegen einer angeblichen Messerattacke am Lustnauer Tor in den Sozialen Medien.
Ulrich Metz/Archiv- Boris Palmer berichtete auf Facebook von einer angeblichen Messerattacke am Lustnauer Tor.
- Die Polizei bestätigte die Ereignisse nicht; ein ähnlicher Vorfall fand am 17. Oktober statt.
- Ein Mann soll im Bus eine Frau attackiert haben, ein Messer wurde jedoch nicht gefunden.
- Es gab Verwirrung wegen Palmers fehlender Zeitangabe; der Vorfall ereignete sich vor vier Wochen.
- Polizei fand keine weiteren ähnlichen Fälle und schloss den Fall als versuchte Körperverletzung ab.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Palmer berichtete auf Facebook von einem Messerangriff, der sich am oberen Ende der Mühlstraße zugetragen haben soll. Demnach habe ein Fahrgast einen anderen im Bus erst körperlich attackiert und später, als er den Bus verlassen hatte, mit einem Messer angegriffen. Als die Polizei kam, habe der Angreifer auch die Polizisten mit einem Messer attackiert. Palmer bezieht sich, zumindest was die Staatsangehörigkeit des Mannes betrifft, auf „Aussagen der mutigen Männer“, die den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten haben sollen.
Aus dem Post geht nicht hervor, wann sich der Vorfall ereignet hat. Das schreibt Palmer erst in den Kommentaren. Demnach sei das Ganze schon vor vier Wochen geschehen. Die fehlende Zeitangabe sorgte am Freitag für Verwirrung: Sowohl bei der Polizei als auch beim TAGBLATT meldeten sich besorgte Menschen wegen eines Messerangriffs vom Donnerstagabend, 28. November.
Anfänglicher Messer-Verdacht bestätigt sich nicht
Das Polizeipräsidium Reutlingen bestätigte einen solchen Fall auf Nachfrage nicht. Polizeisprecher Martin Raff berichtet von einem ähnlichen Vorfall, der sich allerdings am 17. Oktober kurz nach 22 Uhr ereignet hatte: Der Polizei war eine Auseinandersetzung in einem Bus gemeldet worden. Anfangs bestand der Verdacht, dass der Angreifer mit einem Messer bewaffnet sei, so Raff. Deswegen sei die Polizei mit mehreren Einsatzkräften vor Ort gewesen. Bestätigt hatte sich der Verdacht aber nicht.
Bei dem Vorfall soll laut Raff ein 25-jähriger Mann im Bus versucht haben, eine Frau zu schlagen. Diese stieg daraufhin in der Mühlstraße aus. Passanten überwältigten den Mann und hielten ihn fest, bis die Polizei kam. Verletzt wurde bis auf den Täter selbst niemand. Ein Messer fand die Polizei bei dem Mann und in der Umgebung nicht, auch kein Beteiligter konnte sich an ein Messer erinnern. Der 25-Jährige wurde wegen versuchter Körperverletzung angezeigt.
„Wir haben gründlich recherchiert und keinen anderen ähnlichen Fall gefunden“, sagte Raff dem TAGBLATT. „Bei diesem Fall gibt es viele Überschneidungen mit dem von Herrn Palmer geschilderten Vorfall. Wie das Ganze ausgegangen ist, unterscheidet sich aber grundlegend.“ Da außer dem Täter niemand zu Schaden gekommen war und kein Messer gefunden wurde, hatte die Polizei nicht dazu berichtet. Nachvollziehbar sei es nicht mehr, so Raff.
