Schwurgericht
: Prozess wegen Messerattacke am Rottenburger Busbahnhof beginnt

Am 7. Februar griff ein Mann in Rottenburg einen Busfahrer mit einem Messer an und stach auf einen weiteren Mann ein, der ihn an der Flucht hindern wollte. Der Anlass für die Attacke: Streit um ein Schülerticket.
Von
Jonas Bleeser
Tübingen/Rottenburg
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Symbolbild: Erich Sommer

Nicht gesetzt
  • Ein 23-Jähriger steht in Tübingen wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor Gericht.
  • Er griff am 7. Februar einen Busfahrer und einen Zeugen mit einem Messer an, nachdem ein Streit um ein Schülerticket eskalierte.
  • Der Angeklagte zeigte Reue und zahlte bereits 5000 Euro Schmerzensgeld.
  • Weitere 5000 Euro sind geplant, und es sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

In Tübingen muss sich ein 23-jähriger Rottenburger wegen eines Messerangriffs am 7. Februar nun wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung vor dem Tübinger Schwurgericht verantworten. Der junge Mann räumte über seinen Verteidiger ein, dass er an jenem Morgen im Zorn auf den Busfahrer einstach. Laut Anklage verletzte er sein Opfer dabei schwer am Hals in der Nähe der Schlagader, am Kopf und an der Hand. Anschließend ging er weg, wurde aber von einem Zeugen aufgehalten, der ihn schließlich in den Schwitzkasten nahm. Auch auf diesen stach er mit einem Küchenmesser mit acht Zentimeter langer Klinge ein und verletzte ihn dabei.

Anlass: Streit um ein Schülerticket

Der Angeklagte wollte an diesem Morgen um 5.36 Uhr zu seiner Ausbildungsstelle fahren. Mit dem Busfahrer geriet er in Streit, weil der ihn nicht mitfahren lassen wollte, da das Schülerticket offenbar nicht korrekt ausgefüllt worden war. Das empfand der junge Mann, der regelmäßig mit diesem Bus fuhr, wohl als Schikane: Er beschimpfte den Busfahrer laut Anklage als „Arschloch, Scheiß-Nazi und Drecksack“ und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Als der Fahrer ihn daraufhin aus dem Bus drängte, stach er zu. Er sei wegen gescheiterter Prüfungen damals deprimiert gewesen und habe kaum geschlafen, so der Angeklagte über seinen Verteidiger.

Es tue ihm alles sehr leid, beteuerte er. Er habe niemanden töten wollen. Dem Busfahrer, der als Nebenkläger am Verfahren teilnimmt und am Montag als Zeuge gehört wird, überwies er bereits 5000 Euro Schmerzensgeld und will weitere 5000 Euro zahlen. Für das Verfahren sind drei weitere Verhandlungstage angesetzt.