Schulstreik in Tübingen: Jugendliche demonstrieren gegen Wehrpflicht und soziale Kürzungen

Geld für Bildung und Soziales statt für Rüstung: Schülerstreik in Tübingen.
Moritz Siebert- Rund 200 Jugendliche streikten in Tübingen gegen Wehrpflicht und Rüstungsausgaben.
- Sie fordern Investitionen in Bildung und Soziales – nicht in die Bundeswehr.
- Die Route führte von der Uhlandstraße über Stadtgraben und Mühlstraße zurück.
- Organisiert wurde die Demo von Schülern, informiert wurde mit Flyern und offenen Treffen.
- Kritisiert werden Kürzungen, höhere Freibadpreise und überfüllte Klassenräume.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Keine Zukunft mit Wehrpflicht“, „Krieg den Palästen“, „Von unten gegen die Kriege von oben“ steht auf Plakaten und Schildern. Der Protest richte sich gegen Wehrpflicht und Rüstungsausgaben, erklärt Efe, Schüler an der Mathilde-Weber-Schule, der die Demo am Freitagmittag (25. September) mitorganisiert hat. Die kommunalen Kürzungen zeigten, dass das Geld an anderer Stelle besser investiert wäre.
Es war der mittlerweile dritte „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ in Tübingen. Motto der Demo am Freitag: „Überall braucht es Geld – nur nicht in der Rüstung.“ Rund 200 Schülerinnen und Schüler waren dem Aufruf gefolgt, aber auch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus älteren Generationen schlossen sich an. Informiert habe das Organisationsteam mit Flyern über die Aktion, berichtet Efe, regelmäßig gebe es aber auch offene Treffen. Von der Uhlandstraße aus zog die Gruppe Richtung Fahrradtunnel, über Stadtgraben und Mühlstraße ging es dann lautstark zurück in die Uhlandstraße.
„Statt Milliarden in Bundeswehr und Rüstung zu stecken, braucht es Investitionen in Bildung, Soziales und die Zukunft junger Menschen“, fordern die Jugendlichen. Kommunale Kürzungen beträfen junge Menschen besonders hart. Sie verweisen auf gestiegene Freibadpreise und das geplante neue Hallenbad am Freibad, dessen Pläne auf Eis gelegt sind. Aber auch Kürzungen bei Therapieangeboten und grundsätzlich Einsparungen im sozialen Bereich kritisieren die Schülerinnen und Schüler. Es gebe zu wenig Klassenräume, beklagt ein Teilnehmer, ständig seien Klassenzimmer überfüllt. „Wir wollen auf diesen Widerspruch aufmerksam machen.“








