Schönbuchbahn stillgelegt: Herbstwetter macht spanischen Zügen zu schaffen

Wieder im Trockendock: Die Züge des baskischen Herstellers CAF scheinen auf der Schönbuchbahn mit dem herbstlichen Wetter nicht klarzukommen.
Landratsamt Böblingen- Die Schönbuchbahn zwischen Dettenhausen und Böblingen wurde seit dem 20. Oktober stillgelegt.
- Grund: Herbstwetter verursacht Fehler im Gleit- und Schleuderschutzsystem der neuen CAF-Züge.
- Alle Züge des spanischen Herstellers betroffen, ungewollte Bremsungen auf glatten Schienen.
- Ursachenforschung und Problembehebung beim Hersteller CAF laufen, Zeitpunkt der Wiederaufnahme unklar.
- Die Strecke kämpft seit Inbetriebnahme im Juli mit Problemen, u. a. abgesackten Gleisen und Lieferverzögerungen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Eine Bahnstrecke, vom Unglück verfolgt, so scheint es. Die Schönbuchbahn liegt wieder still. Die Begründung ist eine besondere. Bereits am Montag, 20. Oktober, kam die Meldung vom Zweckverband: „Aufgrund von Fahrzeugstörungen musste der Betrieb auf der Schönbuchbahn kurzfristig bis auf Weiteres komplett eingestellt werden. Ein Schienenersatzverkehr ist für Sie eingerichtet.“ Dabei wurde die Strecke erst im Juli zur Freude aller Beteiligten mit hochmodernen Elektro-Zügen der spanischen Firma CAF in Betrieb genommen.
Genau diese Züge, so scheint es, sind der Grund für die Probleme auf der Strecke. Wie das Landratsamt Böblingen in Sozialen Medien am Donnerstag, 23. Oktober, mitteilt, scheinen die Spanier nur schwer mit dem Herbstwetter des Südwestens umgehen zu können. Wörtlich heißt es auf der Facebook-Seite des Kreises: „Die herbstliche Witterung führt im Gleit- und Schleuderschutzsystem zu Fehlern, die die Fahrzeuge stillstehen lassen.“
Die Stuttgarter Zeitung zitiert einen Sprecher des Böblinger Landratsamts: „Zunächst war das Problem nur bei einem Zug aufgetreten, und wir hatten gehofft, dass es dabei bleibt. Aber leider mussten wir feststellen, dass alle Züge des spanischen Herstellers CAF das Problem haben.“ Anscheinend sorgen zu sensibel eingestellte Sicherheitssysteme auf glatten Schienen für ungewollte Bremsungen.
Wann die Züge wieder fahren, bleibt zunächst unklar. „Nun laufen die Ursachenforschung und die Problembehebung auf Hochtouren beim baskischen Hersteller CAF und dem Lieferanten der betroffenen Komponenten“, schreibt das Böblinger Landratsamt. Sobald es etwas Neues gebe, werde die Behörde informieren.
Der erneute Ausfall ist nur das jüngste Kapitel in einer ganzen Reihe an Verzögerungen und Ausfällen auf der Strecke, deren Eröffnung im Juli 15 Jahre Planung vorausgingen. Nur zwei Monate nach der Inbetriebnahme sorgten abgesackte Gleise für Schlagzeilen. Vor wenigen Tagen erst, musste der Zweckverband darüber informieren, dass die geplante Taktung nicht eingehalten werden könne, weil vom Hersteller bisher nicht alle bestellten Züge ausgeliefert wurden.
Die Strecke zwischen Böblingen und Dettenhausen ist auf Gemarkung des Kreises Tübingen jedoch nicht das einzige Schienen-Problemkind. Zuletzt machte die Ammertalbahn immer wieder von sich reden. Zuletzt im August als zunächst unerklärliche Verschleißerscheinungen an den noch neuen Schienen auftraten.

