Schienenersatzverkehr
: Ammertalbahn: Abends fahren bis Sommer keine Züge mehr

Ab dem 10. Dezember stellt die Ammertalbahn ihren Schienenverkehr abends ein. Grund soll Personalmangel im Stellwerk sein. Stattdessen fahren Busse - womöglich bis zum Frühsommer.
Von
ST
Kreis Tübingen/Herrenberg

Symbolbild: Kuball

Nicht gesetzt

Erst Frost- und Technik-Probleme, nun kommt noch eine nicht besetzte Stellwerk-Stelle dazu: Ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember werden die Züge der Ammertalbahn zwischen 19.30 Uhr und 5.30 Uhr durch einen Schienenersatzverkehr mit Bussen ersetzt - und das wohl bis zum Frühsommer.

Grund ist laut Zweckverband fehlendes Personal an einer Schlüsselposition: Es gebe derzeit nicht genügend Fahrdienstleister, um alle Schichten im Stellwerk in Dettingen/Erms zu besetzen, das für die Ammertalbahn zuständig ist. Deshalb müsste nun in den Abendstunden bis früh morgens ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden.

Zusätzlich zu den üblichen Regionalbussen werden unter der Woche von Montag bis Freitag Schnellbusse im 30-Minuten-Takt von Tübingen nach Herrenberg eingerichtet. Sie halten unterwegs in Unterjesingen an der Kreissparkasse, in Pfäffingen am Bahnhof, in Entringen in der Hauffstraße und in der Obere Straße. Anschließend geht es ohne Halt bis Herrenberg Bahnhof weiter. Die Busse ab Herrenberg fahren am Omnibusbahnhof am Bussteig A ab. Die Busse ab Tübingen fahren am Omnibusbahnhof am Bussteig R ab. Auch der Nachtverkehr am Wochenende wird im Schienenersatzverkehr mit Bussen abgewickelt. Morgens fährt vor dem ersten Zug ein Bus. Der letzte Zug ab Tübingen verkehrt ab 19.16 Uhr, der letzte Zug ab Herrenberg um 19.48 Uhr. Der erste Zug am Morgen fährt um 5.16 Uhr ab Tübingen, um 5.48 Uhr ab Herrenberg.

Fahrräder soll man in den Bussen mitnehmen können, Kinderwagen und Rollstühle haben aber Vorrang. Schwere Elektrorollstühle müssen vorher angemeldet werden. Fahrpläne mit Lageplänen der Haltestellen gibt es im Netz auf www.ammertalbahn.de.

Der Zweckverband teilt mit, er „bedauert die aktuelle Situation und sucht intensiv nach Alternativen, um die Einschränkungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten“. Allerdings müssten Fahrdienstleiter die Strecke kennen und eine Fachausbildung haben. Bis die Stelle besetzt wird, könne es noch Monate dauern.